Memmingen
Ismaning die Zähne gezeigt

Der FC Memmingen bleibt in der Fußball-Bayernliga weiterhin das Maß aller Dinge. Der drittplatzierte FC Ismaning wurde im Spitzenspiel vom Tabellenführer regelrecht entzaubert. Mit 5:0 (2:0) vor der prächtigen Kulisse von 1920 Zuschauern in der Arena fuhren die Memminger den elften Sieg im 13. Saisonspiel ein.

Gästetrainer Frank Schmöller war nach der Demontage bedient und fand markige Worte. «Wir haben heute richtig was in die Fresse bekommen», kommentierte der Ex-Profi die aus seiner Sicht schlechteste Saisonleistung seiner Mannschaft. In sechs Auswärtsspielen hatte Ismaning bislang nur vier Gegentreffer kassiert, in Memmingen waren es gleich fünf auf einen Streich.

Jubel schon nach 90 Sekunden

Der FCM nahm von Beginn an das Heft in die Hand. Der erste Jubel der Fans schon nach 90 Sekunden, als Alexander Späth einen Freistoß von der Außenlinie über 30 Meter flach zum 1:0 einschoss. Freund und Feind hatten wohl mit einem hohen Ball gerechnet. Nach elf Minuten war es praktisch schon gelaufen. Candy Decker versetzte seinen Sonderbewacher Julian Maurer - 2:0 und Deckers fünfter Saisontreffer.

Von Trainer Esad Kahric gab es dafür ein Sonderlob: «Er hat sich überragend durchgesetzt.» Eine ungewöhnliche Ecken-Variante hätte beinahe mit dem Pausenpfiff noch für das 3:0 gesorgt. Stefan Zobel legte auf Späth zurück. Der traf aus 30 Metern aber den Pfosten.

Ismaning hatte in der ersten Halbzeit durch Florian Wolf nur eine erwähnenswerte Möglichkeit. Er traf das Außennetz. Ansonsten war das bislang stärkste Angriffsduo der Bayernliga mit Wolf und Mijo Stijepic bei den Memminger Abwehrrecken Stefan Pfohmann und Johannes Rehm abgemeldet. Nach dem Wechsel spielte Ismaning weiter ängstlich wie das Kaninchen vor der Schlange, wie es Schmöller ausdrückte. Vielleicht abgesehen von einem Schuss von Rainer Storhas, bei dem nicht viel fehlte (47.

). Dafür drehte Daniel Böck auf. Als Ismanings Torhüter Markus Aigner den Ball verlor, war Böck zur Stelle, der Rettungsversuch eines Abwehrspielers kam zu spät und es stand 3:0 (56). Vier Minuten später legte der quirlige FCM-Stürmer nach und köpfe einen Flankenball von Christoph Mangler zu seinem sechsten Saisontreffer ein. Der junge Flügelflitzer Mangler durfte dann selbst noch ran. Eine Traumkombination über Böck und Maximilian Knuth schloss er mit dem fünften Treffer ab (68.). «Das war schön anzuschauen», lobte Rainer Maurer. Der ehemalige Trainer der Memminger und des TSV 1860 München, momentan ohne Job, war Tribünengast.

Die Memminger Mannschaft wurde von den Fans mit lang anhaltendem Applaus in die Kabine verabschiedet, darf am spielfreien nächsten Wochenende erst einmal durchschnaufen und weiter die souveräne Tabellenführung genießen. Am 16. Oktober geht es dann mit dem Schwaben-Derby gegen die TSG Thannhausen weiter.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen