In die Play-offs mit Gebrüll!

Von Mischa Miltenberger | Kaufbeuren. Die große Anspannung ist weg, das Saisonziel schon erreicht. Wirklich um jeden Punkt hatten die Eishockeyspieler des ESV Kaufbeuren kämpfen müssen, damit sie nicht der vorzeitige Urlaub ereilt. Nun, da die Play-off-Runde der Oberliga erreicht ist, scheint die Lockerheit zurückgekehrt. Die Pflicht ist endlich beendet, jetzt kann die Kür kommen, sagt Stürmer Alexander Althenn. Und die Stimmung in der Mannschaft? Wir sind gut drauf und heiß, dass es endlich losgeht.

Heute Abend um 20 Uhr ist das der Fall, wenn die Joker zum ersten von mindestens vier und maximal sieben Duellen bei den Dresdner Eislöwen antreten. Das erste Heimspiel steigt am Samstag um 19.30 Uhr in der Sparkassen Arena. Der Vierte aus dem Süden, gerade noch in die Play-offs gerutscht, fordert den souveränen Ersten aus dem Norden. Auf dem Papier scheinen die Rollen klar verteilt - ein Punkt, auf den die Kaufbeurer Trainer bauen. Dresden will aufsteigen und muss gewinnen. Wir hingegen sind froh, dabei zu sein, können somit ohne Druck auflaufen, meint Ken Latta.

Nimmt man die Ergebnisse der Aufeinandertreffen in dieser Saison hinzu, wird das Kaufbeurer Selbstvertrauen noch verstärkt. 4:3 nach Penaltyschießen siegte der ESVK zu Hause und setzte auswärts noch einen drauf: Mit dem 3:2-Sieg waren die Joker das erste Team, das in der neuen Dresdner Arena gewann. Wir sind eines von nur zwei Teams, welche Dresden zu Hause alle Punkte abnehmen konnten, sagt Coach Mike Bullard und baut auf den psychologischen Vorteil.

Stürmer Althenn hofft derweil, dass mit dem Vorwochenende eine frühere Tugend zurückgekehrt ist: die Unberechenbarkeit der eigenen Mannschaft für den Gegner. Gegen Deggendorf und Rosenheim haben wir gezeigt, dass auch die hinteren Reihen Tore schießen können, so der 22-Jährige, der bei den Oberbayern seinen fünften Saisontreffer erzielte. Damit wahrte der ESVK eine Tradition der vergangenen Jahre, als sich in den entscheidenden Partien die (jungen) deutschen Spieler in den Vordergrund drängten. Wir versuchen immer das Beste. Sollte es diesmal wieder so kommen, wäre ich natürlich nicht abgeneigt, meint Althenn schmunzelnd.

Von der personellen Seite läuft es für die Joker bestens. Alle Mann sind fit, im Gegensatz zu Dresden, wo mit Kapitän Petr Sikora die Leitfigur bis Saisonende ausfällt. Tatenlos muss Sikora aber nicht zusehen, da er inzwischen zusammen mit Manager Jan Tabor für die Mannschaft verantwortlich ist. Der ursprüngliche Coach Marian Hurtik wurde entmachtet und darf nur noch die Spielberichtsbögen unterschreiben, da weder Tabor noch Sikora den erforderlichen Trainerschein haben.

ESVK-Coach Bullard meint im Vorfeld: Jetzt kommt die schönste Zeit für einen Eishockeyspieler. Und Althenn ergänzt selbstbewusst: Wir sind für eine Überraschung gut.

Das Duell Allgäu gegen Sachsen elektrisiert hier wie da die Fans. Für die zwei Spiele in Dresden wurden schon weit über 5000 Karten im Vorverkauf abgesetzt. Wegen des erwarteten Andrangs in Kaufbeuren gibt es am Karsamstag schon ab 14 Uhr Karten in der Geschäftsstelle.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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