In der Höhle der Eislöwen für EVF nichts zu holen

Von Dieter Grimmer | Dresden/Füssen. Das erste Spiel in der Halbfinal-Serie am Freitag bei den Dresdner Eislöwen ging mit 6:1 (4:0, 2:1, 0:0) ganz klar an die Sachsen. Sie nutzten gnadenlos die Strafzeiten der Füssener mit vier Überzahltoren. Dazu erzielten sie noch ein Tor in Unterzahl sowie eines bei Gleichzahl. Erfreulich war für die Gastgeber auch ein ausverkauftes Haus mit 4013 Zuschauern und für beide Seiten, dass es keine bösen Fouls oder schlimme Verletzungen gab, wozu Hauptschiedsrichter Klau trotz zum Teil recht kleinlicher Entscheidungen beitrug.

Dresden: gutes Eishockey, zuverlässiger Torwart

Der Sieg der Gastgeber geht in Ordnung. Sie zeigten zum Teil sehr gutes Eishockey und konnten sich bei den gelegentlichen Chancen der Füssener auf Torwart Michal Marik verlassen. Nach knapp vier Minuten gingen sie in Führung. Füssen hatte fast eine Minute lang zwei Mann weniger auf dem Eis. Als der Treffer fiel, war der erste allerdings bereits zurückgekehrt. Das zweite Tor in der 12. Minute war besonders bitter für Füssen: Die Eislöwen schlossen in Unterzahl einen Break erfolgreich ab. Die schon vorentscheidenden zwei restlichen Tore im ersten Abschnitt fielen in doppelter und einfacher Überzahl. Torschützen waren zweimal David Cermak, Petr Hruby und Jakub Körner.

Ab dem zweiten Abschnitt stand André Irrgang für Christian Krüger im Füssener Kasten. Er musste bereits in der 28. Minute bei doppelter Unterzahl hinter sich greifen, als Jason Lundmark knallhart vollendete. Pech für Füssen, dass der kurz danach allein vor Marik auftauchende Andrej Naumann scheiterte. Dafür machte Dresden zwei Minuten später mit dem 6:0 durch Adriano Carciola den Sack zu. Bei diesem einzigen Treffer bei gleicher Spielerzahl hatten die Füssener ihren Torhüter Irrgang im Stich gelassen. Es war nicht zu übersehen, dass Scharpf und Virta in der Verteidigung fehlten. Die Füssener kamen zwar besser ins Spiel, aber erst in der 40. Minute konnten sie durch Nick Anderson (Florian Bindl, Andrej Naumann) die fünfte Strafe gegen Dresden zum 6:1 nutzen.

Trainer enttäuscht: nur 31-mal schießen die Füssener aufs Tor

Im letzten Drittel schalteten die Gastgeber zurück, überstanden aber zwei doppelte Unterzahlsituationen, wobei Füssen zuletzt sogar noch den Torwart zugunsten eines 6. Feldspielers vom Eis nahm. Füssen kam einfach nicht in die Gänge, hatte im ganzen Spiel nur 31 Schüsse aufs Tor. Eine für uns sehr kleine Quote bemängelte Trainer Dave Rich. Zwar war das letzte Drittel ausgeglichener, aber beide Torleute gaben sich keine Blöße mehr, wobei vor allem die Füssener an Marik verzweifelten, aber auch Irrgang eine noch höhere Niederlage verhinderte.

Das stimmgewaltige Publikum war genauso fair wie das Spiel, trotz der 22 Strafminuten für Dresden und 20 für Füssen. Ob sich Füssen gestern im Heimspiel revanchieren konnte, lesen Sie im überregionalen Sportteil der heutigen Ausgabe.

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