Motorsport
Hiemer kurz vor Saisonstart noch ohne Startplatz ndash Kartheininger außer Konkurrenz

Unterschiedlicher konnten die Disziplinen der beiden Motorradsportler kaum sein. Bernd Hiemer startete im Motocross und war dann zweifacher Weltmeister im Supermoto (Gelände/Straße). Daniel Kartheininger war deutscher Meister im Pocketbike (Kleinmotorrad), stieg auf Straßenmotorradsport um und holte bei seinem ersten WM-Rennen (125 ccm) auf dem Sachsenring sofort Punkte. Jetzt fahren beide Allgäuer auf der Straße und haben ein gemeinsames Problem: 'Als Profi Motorradrennen in Deutschland zu fahren, ist sehr schwierig', sagt Hiemer.

Der 29-Jährige vom AMC Kempten war jahrelang das deutsche Aushängeschild als Welt- und Europameister, Vizeweltmeister und deutscher Meister im Supermoto. Doch Ende 2010 stieg er für den sächsischen Rennstall MuZ in die spanische Straßenmeisterschaft ein. Dort holte er zwar Punkte, war aber auch von Verletzungen und Stürzen geplagt.

Heuer sollte er erneut in Spanien und in der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) in der Supersport-Klasse (600 ccm) fahren, doch MuZ geriet in wirtschaftliche Turbulenzen – WM-Fahrer Jonas Folger wurde bereits gekündigt.

'Ich hänge auch in der Luft', erzählt Hiemer. Die Meisterschaft in Spanien beginnt am Wochenende, aber der Leutkircher hat noch nicht einmal auf seiner Maschine trainiert. 'Momentan ist alles ungewiss.'

Dagegen wird Kartheininger zwar auf jeden Fall in der IDM (Superbike-Klasse/1000 ccm) starten. Doch der 19-Jährige aus Boos fährt mit dem Privatteam KTM-Sarholz nur außer Konkurrenz. Denn das Werksteam von KTM stieg aus der Serie aus und zahlte damit auch keine Hersteller-Startgebühren mehr.

Kartheininger hatte zuvor einige Jahre mit guten Leistungen in der IDM (125 ccm) auf sich aufmerksam gemacht und bekam deshalb 2010 das WM-Startrecht. Sein zehnter Platz weckte große Hoffnungen. 'Aber dann sprang der Sponsor ab', berichtet Kartheininger.

So stieg er 2011 wieder in die IDM ein – diesmal in die größere Superbike-Klasse – und punktete auch. Doch der Ausstieg des Werksteams trübt seine Aussichten für heuer. 'Ich fahre zwar mit und kann auch gewinnen, aber ich kann keine Punkte für die Gesamtwertung holen.

' Immerhin weiß Kartheininger, dass er Ende April beim ersten Rennen auf dem Lausitzring startet. Demnächst beginnt er das Training mit der Rennmaschine.

Beim Supermoto als Instruktor

Hiemer hingegen kann nur auf Einsätze in der spanischen Meisterschaft und der IDM hoffen. Jetzt ist er aber erst mal in Spanien (Barcelona) und Ungarn (Panoniaring) in einer Disziplin unterwegs, die er zur Genüge als Sieger kennt: beim Supermoto. Allerdings nur als Instruktor.

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