Kaufbeuren
Go sagt gar nicht leise Servus

Die elementare Facette der lokalen Kultur hat Go Tanaka bereits inhaliert: Zur Begrüßung schmettert er dem Gegenüber ein akzentfreies «Servus» entgegen. «Kaufbeuren ist eine wunderschöne Stadt, und ich bin in der Mannschaft toll aufgenommen worden», berichtet der japanische Neuzugang von seinen ersten Tagen im Allgäu. Einzig der im Testspiel in Garmisch erlittene Innenbandriss im Knie trübt sein positives Bild. «Ich will so schnell wie möglich wieder aufs Eis», sagt der 25-Jährige und lässt sich von diesem Rückschlag nicht unterkriegen. <%IMG ID='351768' align='right'%>

Besonders beeindruckt hat Tanaka die Zuschauerresonanz beim ersten Eistraining: «Unglaublich. In Japan sind nur bei wenigen Spielen 1000 Zuschauer - aber nie bei einem Training.» Der Angreifer bedankte sich bei den Jokerfans gleich artig mit einem spektakulären Penalty. Während der Saison will der Japaner noch einige Treffer folgen lassen: «Mein Ziel sind 30 Tore und viele Vorlagen.»

Wer seine Pässe verwerten soll, ist noch nicht abschließend geklärt. Zu Beginn bildeten Anton Saal und Try-out-Spieler Mike Wehrstedt mit Tanaka eine Sturmformation. Vor allem körperlich ist die Umstellung zum asiatischen Eishockeystil groß. «Hier wird viel physischer gespielt. Zudem sind die Einzelspieler besser», beschreibt Tanaka.

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Die kulinarische Umstellung ist dem sympathischen Asiaten bereits gelungen. «Schnitzel mit Pommes mag ich sehr gern», verrät der Mittelstürmer. Allerdings geht Tanaka nicht immer Essen, oft kocht er auch selbst: «Dann aber meistens irgendwas mit Pasta oder Reis.» Wie ernst es dem Eishockey-Exoten mit dem Kennenlernen der deutschen Kultur ist, beweist die Tatsache, dass er jeden Tag selbstständig ein bis zwei Stunden Vokabeln büffelt. «Aber die Sprache ist wirklich schwer», meint Tanaka.

Der kulturelle Austausch findet übrigens auch in der ESVK-Kabine statt. Auf mehrfache Anfrage seiner Teamkollegen bringt Tanaka demnächst Musik seiner japanischen Lieblingsband «Dragon Ash» mit. «Mal sehen, ob das den anderen aus der Mannschaft gefällt», sagt der Weltenbummler. Sogar das Autofahren auf der für ihn ungewohnten rechten Straßenseite beherrscht Tanaka mittlerweile.

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«Es war anfangs wirklich schwierig für mich und ich habe es gehasst. Aber jetzt komme ich gut klar. Ich muss nicht noch mal in die Fahrschule», scherzt er.

Nun gilt es nur noch, die sportliche Herausforderung zu meistern. «Wir haben eine gute Mannschaft mit sehr viel Herz und Energie», ist Tanaka optimistisch. Schon jetzt ist eines klar: «Meine Entscheidung, das Abenteuer Deutschland einzugehen, war auf jeden Fall richtig.»

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