Kaufbeuren | Von Dieter Grimmer
Geschenke für den Erzrivalen

Vor beinahe ausverkauftem Haus musste sich der EV Füssen im Derby in der Eishockey-Oberliga Erzrivale mit 1:3 geschlagen geben. Die Leoparden trafen zwar nur einmal ins gegnerische Tor, standen aber bei den Gegentreffern artig Spalier. Aus Füssens Sicht fragwürdig war der Penalty, den der Kaufbeurer Selea in der 26. Minute zur Führung nutzte. Er ließ Torhüter Thomas Zellhuber keine Chance.

Den fälligen Ausgleich für Füssen erzielte David Burgess nach schöner Vorarbeit von Ricky Helmbrecht und Doug Orr nur 41 Sekunden später. Füssen musste von vorneherein auf den verletzten Michel Maaßen verzichten. Zudem fiel noch Andrej Naumann aus: Der hohe Stock seines Gegenspielers Selea traf ihn in der 14. Minute, sodass er genäht werden musste und nicht weiterspielen konnte. Die eigentlich fälligen fünf Minuten plus Spieldauerstrafe gaben die Unparteiischen nicht - sie verhängten nur zwei plus zwei Minuten.

Kaufbeuren fiel durch seine insgesamt harte Gangart im Laufe der Partie wiederholt auf. Vor allem Ruslan Bezshchasnyy bekam das immer wieder zu spüren. Aus Sicht der Füssener kamen die Joker mit 16 Strafminuten glimpflich davon, Füssen kassierte nur sechs Minuten.

In der 32. Minute gab dann Füssens Verteidiger Krötz ungewollt und auch ungeschickt die direkte Vorlage zum 2:1 durch Krabbat, der Torwart Zellhuber keine Chance ließ. Eine vertändelte Scheibe hinter dem Tor durch des sonst souverän haltenden Zellhuber nutzte Röhling in der 51. Minute zum Sieg.

Der EV Füssen stellte das bessere Team, hatte ungleich mehr Torschüsse, scheiterte jedoch sowohl bei gleicher Anzahl an Spielern als auch in Überzahl immer wieder am überragenden Kaufbeurer Torwart Conti. Der sicherte seinen Kollegen an diesem Abend den Sieg. Als er zweimal geschlagen war, retteten Paule und Eckblad auf der Torlinie.

Kaufbeurens Trainer Marcus Bleicher wollte anschließend einen «verdienten Sieg» seiner Mannschaft gesehen haben, was sein Gegenüber Dave Rich relativierte: So hätten seine Leoparden doch mit «zwei, drei Weihnachtsgeschenken» erheblich zu dem Erfolg des Rivalen beigetragen.

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