Gebirgsmarathon Immenstadt - Im Wanderschritt über sechs Gipfel

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Sieger im Ausdauersport werden offenbar doch im Winter gemacht: Constantin Pade (25) aus Memmingen hatte sich Kondition und Stehvermögen für den Sieg in 4:17 Stunden beim Gebirgsmarathon im Winter bei zahllosen Skitouren geholt. Ein ausgesprochener Langstreckler sei er nicht. Schnellste Frau war mit Monika Zappe (46) von der SVO LA Germaringen allerdings doch eine routinierte Läuferin, die nach 5:34 Stunden das Ziel an der Bergstation der Mittagbahn erreichte. Unter der Sieben-Stunden-Marke blieb auch Immenstadts Bürgermeister Armin Schaupp (56).

Kaum im Ziel nach der Strapaze von rund 42 Kilometern, gespickt mit sechs Gipfeln, den Einschnitten der Nagelfluhkette und 2500 Metern Höhenunterschied, erinnerte sich der Sieger daran, warum er sich so beeilt hatte.

<< Ich will nach der Siegerehrung noch auf die Allgäuer Festwoche >>, meinte Constantin Pade und drängte Veranstalter Willi Hiemer zur Eile. << Ein toller Wettkampf >>, lobte nicht nur der Sieger die Veranstaltung, die schon zum 22. Mal über die Bühne ging.

Der Vorjahreszehnte hatte schon zu Beginn des << coolen Wettkampfs >> Tempo gemacht, um zu testen, wie die Konkurrenten im Feld der knapp 30 Teilnehmer reagieren würden.

Eine fünfköpfige Gruppe blieb bis zur Wende am Hochgrat mehr oder weniger fest zusammen, bevor sich Constantin Pade (Dynafit Summer) aus Memmingen und Philipp Schäfer (25) vom DAV Neu-Ulm absetzen konnten.

Schäfer musste jedoch bald darauf, geplagt von Krämpfen, Constantin Pade ziehen lassen, der sein Rennen in 4:17 Stunden ungefährdet zu Ende brachte. Mit zwölf Minuten Rückstand wurde Schäfer Zweiter.

Als Trainingslauf für ihren zweiten Transalpine Run, der Anfang September als Staffellauf über acht Etappen in Oberstdorf startet, wertet die schnellste Frau, Monika Zappe (45) von der SVO LA Germaringen den Gebirgsmarathon.

Im aufgeweichten Boden hatte es der Ostallgäuerin beide Schuhe ausgezogen, als sie stecken blieben. << Gottseidank habe ich die Laufschuhe im Sumpf wieder gefunden >>, so die Siegerin in 5:34 Stunden.

Mehr Pech hatte jedoch die zweite Frau im Feld, Eva Übelhör (40) vom TV Immenstadt. Beim schnellen Abstieg vom Rindalphorn hinunter sei es passiert, als sie sich << irgendwie die Hüfte verrenkte >> und den Rest des Rennens unter Schmerzen weiterlaufen musste; ohne Chance an Zappe heranzukommen und schließlich knapp unter der Sechs-Stunden-Marke im Ziel an der Bergstation der Mittagbahn.

Die Oberstdorferin hofft, dass die Verletzung bald vergessen sein wird, denn sie will beim Transalpine Run starten - und sucht noch einen Laufpartner für den einwöchigen Etappen-Berglauf. Nicht vorne mitmischen konnte Immenstadts Bürgermeister. Armin Schaupp beendete den Gebirgsmarathon nach knapp sieben Stunden in flottem Wanderschritt und lächelnd wie die Sieger zwei Stunden vor ihm.

Weitere Sieger:

M30: Maximilian Gahr (TSV Neuburg/5:23)

M35: Stefan Lang (Allgäu-Outlet/4:36)

M40: Michael Veit (NTC Oberstdorf/4:35)

M45: Henrik Wickel (Isny/6:41)

M50: Horst Hermann (DAV Kaufbeuren/5:52)

M55: Fritz Böbel (DAV Kirchheim/5:38).

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