Kempten-Sankt Mang
Fusion mit FCK kategorisch abgelehnt

Auch wenn im Nachwuchsbereich die Vereine TSV Kottern und FC Kempten künftig enger, in einer Jugendfördergemeinschaft sogar ganz eng zusammenarbeiten wollen, so kommt für den TSV Kottern eine Fusion bei den Erwachsenen auf keinen Fall in Frage. Hannes Feneberg, der Vorsitzende des TSV Kottern, begründet dieses kategorische Nein gegenüber der AZ vor allem damit, dass eine Zusammenführung von TSV und FCK «zwangsläufig das Ende des Kotterner Vereinsheimes bedeuten und damit die Keimzelle des Vereinslebens sterben würde.»

Der TSV Kottern, so erklärt Feneberg, befinde sich ohnehin in einer schwierigen Situation. Der ehemalige Arbeiterverein der Spinnerei und Weberei (gegründet 1874) könne zwar noch ein wenig von der Tradition leben, aber, so Feneberg, «diese Tradition gibt es eigentlich nur noch in den Köpfen der 60-Jährigen.» In einem Stadtteil mit großem Migrationsanteil - und Sankt Mang sei nun einmal ins Projekt «Soziale Stadt» aufgenommen - würde die Identifikation mit einem Verein wie dem TSV Kottern immer mehr verloren gehen. Im Gegensatz zu Dorfklubs wie Durach oder Heiligkreuz habe Kottern nun einmal keine geographische Abtrennung.

Deshalb lebe der Verein seit Jahren vor allem davon, dass Fußballer aus den umliegenden Dörfern zum TSV wechseln - «und dort vor allem in unserem Vereinsheim ein einmaliges Wir-Gefühl erleben», sagt Feneberg. Die Fußballer stellen ca. 80 Prozent der Vereinsheim-Besucher. «Ringer und Handballer kommen vielleicht mal zum Schafkopfen oder zu einer Versammlung, aber das war's dann auch schon», so der TSV-Chef. Eine Jugendfördergemeinschaft zwischen beiden Kemptener Fußball-Großvereinen dagegen befürwortet Feneberg. «Es ist sinnvoll, für eine qualifizierte Nachwuchsarbeit die Kräfte zu bündeln. Das bringt uns auch eine Belebung.»

Harry Unflath von der Fußball-Abteilung ist gleicher Meinung. Und er fügt hinzu: «Kottern hat mit einer Zusammenlegung schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht - als man im Eishockey gemeinsame Sache machen wollte.» Wo das endete, sehe man heute. Einen solchen Fehler noch einmal zu machen, wäre für Unflath «fatal».

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2020

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen