Eishockey
ESVK verwandelt 0:4 in 5:4-Sieg

Ein furioses zweites Drittel reichte Tabellenführer ESV Kaufbeuren, um beim ERSC Amberg einen 0:4-Rückstand auszugleichen und die Partie im Schlußabschnitt sogar noch mit 5:4 (0:3, 4:1, 1:0) zu gewinnen. Damit stehen die Kaufbeurer trotz Minikaders bereits jetzt als Aufsteiger in die Eishockey-Oberliga-Süd fest.

Beide Teams konnten nicht in Bestbesetzung antreten: Amberg standen vierzehn, Kaufbeuren dreizehn Feldspieler zur Verfügung. Der offensichtliche Unterschied aber war, dass "beim Tabellenführer alle Spieler gekämpft haben, und bei uns sich nur acht oder neun anstrengen - der Rest bräuchte sich nicht einmal duschen", wie Ambergs Trainer Richard Neubauer hinterher meinte.

Dabei hatten die Amberger den besseren Start. Dem 1:0 durch Jiri Kunce (13.) und dem 2:0 (15.) durch Robert Vozar ließ Lynch Sekunden vor Ende des ersten Dritels sogar noch das 3:0 folgen.

Beim Tabellenführer war man sichtlich froh darüber, sich erst einmal in die Kabinen verziehen zu können. Dort sei dann Trainer Sergej Svetlov "etwas lauter geworden", aber auch imMittelabschnitt gaben zunächst die Löwen den Ton an. Lynch (23.) und Hurley (24.) verpassten noch knapp, aber kurz darauf ließ Peter Udvardy mit einem knallharten Schuss Gästetorhüter Markus Herkommer keine Chance - 4:0.

Ausgleich in fünf Minuten

Was danach folgte, hat es zumindest in den letzten 25 Jahren auf dem AmbergerEis nicht gegeben: Die Löwen verspielten einen Vier-Tore-Vorsprung, und Kaufbeuren brauchte dazu nicht einmal fünf Minuten. Praktisch jeder Schuss der Gäste war ein Treffer, und Löwen-Goalie Waldemar Quapp, der seiner Mannschaft schon viele Punkte gerettet hat, wurde zur tragischen Figur: "Vier Weitschusstreffer und einen mehr oder weniger vorbereitet - da gibt es nichts zu beschönigen", konnte auch Coach Neubauer seinen Torhüter da nicht in Schutz nehmen.

Zweimal Ervin Masek, dazu Volker Kollmeder und ChristophHicks sorgten zwischen Minute 27:02 und 32:45 für den Ausgleich. Ein Paukenschlag dann zu Beginn des Schlußdrittels: In einer Situation Vier gegen Vier (Böhner und Kollmeder saßen auf der Strafbank) kam Niclas Norlander an der blauen Linie zum Schuss, und wieder war Quapp geschlagen: 4:5, die Partie war vollends gekippt.

Schiedsrichter Sander verhängte zehn Strafminuten an Amberg, zwölf an die Kaufbeurer.

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