Eishockey
ESVK erreicht zweite Runde im DEB-Pokal

Trainer Ken Latta atmete tief durch. Gerade noch war der ESV Kaufbeuren einem weiteren Erstrunden-Aus im Deutschen Eishockey-Pokal entkommen. Nach einem 0:3-Rückstand rettete sich der Zweitligist beim Oberligisten EV Regensburg noch in die Verlängerung und ins Penaltyschießen, das letztlich der finnische Probespieler Markku Tähtinen zum 4:3 (0:1, 1:2, 2:0, 0:0)-Endstand entschied.

'Regensburg war stärker als erwartet. Vielleicht hatte es meine Mannschaft zu leicht genommen. Aber dann hat sie im Tempo und Einsatz entscheidend zulegen können', analysierte der ESVK-Coach, der gegen Ende alle fünf Ausländer in einen Block stellte.

'Dafür haben wir sie – und sie haben ihre Aufgabe erfüllt', meinte er zu den Treffern von Milos Vavrusa (52.) und Louke Oakley (59.), jeweils nach Vorlage des überragenden Verteidigers Carl Hudson.

'Vielleicht hatten einige in meiner Mannschaft Angst vor dem Gewinnen', sagte Regensburgs Trainer Leos Sulak und suchte nach einer Erklärung für die Verkrampfung in der Schlussphase. 'Dennoch muss ich die Mannschaft loben, wie sie die 0:9-Abfuhr vom Testspiel gegen Landshut am Freitag weggesteckt hat.'

Cinibulk auf dem Posten

Mit nur drei Reihen ließ Sulak seine Mannen gegen die drei Joker-Blöcke auflaufen. Und vom Start weg lief es in der Donau-Arena optimal für den Gastgeber, als sich Carl Hudson und Jakub Körner innerhalb von sieben Sekunden Strafzeiten einhandelten. Petr Fical nutzte im 5:3-Powerplay die Nachschuss-Chance nach dem Hammer von Bogdan Selea (4.) zur frühen Führung.

ESVK-Torwart Stefan Vajs, der ansonsten die EVR-Gelegenheiten bis auf eine Unkonzentriertheit beim Fical-Schlenzer stoisch sicher wegfischte, sah ab der zehnten Minute seine Joker konsequenter zur Sache gehen. Doch sein Gegenüber Martin Cinibulk zeigte sich bei Großchancen von Markku Tähtinen, Christof Aßner, Daniel Menge und Carl Hudson auf dem Posten.

Gleich nach Wiederbeginn drängten die Joker auf den Ausgleich, den Hans Detsch nach Tähtinen-Pass kläglich vergab. Auf der Gegenseite schlug Marcel Brandt zu (22.), als er nach Pass von Philipp Michl goldrichtig stand. Obwohl Kaufbeuren spürbar Härte und Tempo erhöhte, hielt der Gastgeber dagegen.

Verfehlte Fical nach Pass des von der Strafbank kommenden Brandt noch hauchdünn, so verwertete er das super Zuspiel von Kapitän Martin Ancicka (27.) zur 3:0-Führung. Kaufbeuren gelang zwar ein feiner Überzahltreffer durch Louke Oakley (30.), doch mehr ließ der weiter aufmerksame Cinibulk nicht zu.

Zweifelhaft, warum Schiedsrichter Roland Aumüller nach einem Stockschlag von Mario Dörfler gegen Dominic Krabbat auf Kniecheck mit Verletzung entschied und den Center des dritten Sturms mit Spieldauerstrafe in die Kabine schickte (39.). Doch die Überzahl brachte bis auf Weitschüsse von Hudson recht wenig Gefahr.

In die nun immer verbissener werdende Partie wollte der Schiedsrichter offensichtlich nicht mehr eingreifen. Pech für Marcel Brandt (48.), dass er nach Pass von Michl nur die Stange traf. Das hätte die Vorentscheidung sein können. So aber spielte Kaufbeuren die größere Klasse in der Schlussphase noch entscheidend aus.

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