Eishockey
ESV Kaufbeuren will heute beim Bayern-Derby gegen Rosenheim den Viertelfinaleinzug perfekt machen

Gegen wen es in den Play-offs nicht unbedingt gehen sollte? Da fallen Fans, Spielern und Verantwortlichen des Eishockey-Zweitligisten ESV Kaufbeuren spontan zwei Namen ein: Heilbronn und Bremerhaven. «Ganz ehrlich, auf Heilbronn könnte ich verzichten. Diese Truppe verdient Respekt und zudem hat sie noch einen der besten Torhüter», sagt Manager Klaus Habermann über das Team, das dem ESVK in vier Partien gerade einmal drei Punkte und vier Tore gestattet hat. «Wer fährt schon gern nach Bremerhaven?» fügt Trainer Ken Latta mit Blick auf die unglaublich langen Fahrten zu einem unbequemen Gegner hinzu.

Das Schlechte für den ESVK: Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich hoch, dass einer der beiden im Viertelfinale den Allgäuern gegenübersteht. Denn dort trifft der Dritte auf den Sechsten und der Vierte auf den Fünften (siehe Tabelle). Was also tun, damit die sportliche Ausgangsposition stimmt und die Kassen klingeln? «Ein guter Gegner wäre recht. Warum nicht Schwenningen - wir haben vor niemandem Angst», sagt Latta. Was sich auf den ersten Blick etwas übermütig anhört, hat tatsächlich einen gewissen Charme: Der mit Topstars besetzte Kader der Schwarzwälder schwächelt seit Wochen, hat seinen großen Vorsprung auf den zweiten Platz verspielt und droht nun sogar auf Rang drei zurückzufallen, wenn Heilbronn heute in Schwenningen gewinnt. Wenn Kaufbeuren dann noch Sechster werden würde

Doch alle Rechenspiele wären hinfällig, falls der ESVK auf der Zielgeraden die direkte Play-off-Qualifikation noch vergeigen würde. Einzig Rosenheim kann hier den Spielverderber geben. Die Oberbayern müssten dafür in den zwei verbleibenden Partien die volle Punktzahl holen, der ESVK müsste komplett leer ausgehen.

Um die Spannung auf die Spitze zu treiben, hat der «Drehbuchautor» dieser Saison das finale Duell der beiden Vereine auf den heutigen Spieltag gelegt. Um 19.30 Uhr sind die Kaufbeurer Gastgeber in der Sparkassen-Arena. Sie bauen dabei auf ihre formidable Bilanz vor eigenem Publikum, die sie als drittbeste Heimmannschaft der Liga ausweist. Acht der zehn jüngsten Heimpartien gewann der ESVK. Auch deshalb sind die Zuschauerzahlen seit Ende Dezember nach oben geschnellt. Heute wird wieder eine große Kulisse erwartet. «Wir brauchen unsere Fans als den siebten Mann auf dem Eis», sagt Latta.

Der Coach freut sich auf das bayerische Derby. Dass der Gegner stark ist und seine letzte Chance heute Abend nutzen will, kommt ihm gerade recht: «Das ist eine kleine Vorspeise für die Zuschauer vor den Play-offs», so Latta. Und wenn es nicht klappen sollte, gibt es am Sonntag noch eine zweite Chance beim Tabellenletzten Lausitzer Füchse (Beginn 18 Uhr).

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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