Eishockey
ESV Kaufbeuren trifft im Play-off-Viertelfinale auf die kriselnden Schwenninger Wild Wings

So schnell wird aus Träumen Realität: Durch die Niederlagen der Schwenninger Wild Wings gegen Heilbronn und Rosenheim sowie die Kaufbeurer Siege gegen Rosenheim und Weißwasser stand am Sonntagabend der - aus ESVK-Sicht - Viertelfinalknüller der zweiten Eishockey-Bundesliga fest. Die Joker treffen auf den einstmals souveränen Tabellenführer. Eine Bestandsaufnahme:

Die Hauptrunde Lief für den ESVK sensationell. 85 Punkte in 48 Spielen bedeuten nicht nur Rang fünf der Tabelle, sondern auch einen Schnitt von 1,77 Zählern pro Partie. Das ist für den ESVK der mit Abstand beste Wert in der zweiten Bundesliga seit dem DEL-Aus der Kaufbeurer Adler im Jahr 1997. Zum Vergleich: Zweitbester Wert waren in dieser Zeit 1,33 Punkte im Schnitt (2005/2006). Die Kaufbeurer erlaubten sich keine Schwächephase, sondern punkteten in jedem Saisonviertel konstant (19, 23, 18, 25 Punkte). Das letzte Viertel war sogar das beste, obwohl mit Petr Sikora, Michael Fröhlich und Mike Wehrstedt drei Topstürmer lange ausfielen. «Ich denke, jeder Spieler ist fast auf dem Leistungs-Höhepunkt», sagt Trainer Ken Latta.

Die Play-offs Mit dem fünften Rang haben die Kaufbeurer alle Erwartungen weit übertroffen. Das ursprüngliche Ziel «direkter Klassenerhalt über die Play-off-Qualifikation» war schon Wochen vor Ende der Hauptrunde geschafft. Nun ist der ESVK direkt ins Viertelfinale eingezogen und trifft dort ab 15. März auf den Vierten aus Schwenningen. «Play-offs sind wie eine neue Saison», sagt Latta.

Der Kontrahent Schwenningen ist der absolute Traumgegner für den ESVK. «Das ist das klassische Duell David gegen Goliath - die Mannschaft mit dem wahrscheinlich größten Etat der Liga gegen das Team mit dem wahrscheinlich kleinsten Etat. Und das Schöne dabei: Nichts ist unmöglich», sagt Pressesprecher Christian Demel. Vor allem deshalb, weil die mit Topstars besetze Truppe der Schwarzwälder in einer echten Krise steckt und von Platz eins noch auf Platz vier abgestürzt ist.

Dazu kommt, dass dem ESVK ganz weite Fahrten (Bremerhaven) oder die derzeitige Mannschaft der Stunde (Heilbronn) als Gegner erspart bleiben. Und nicht zu vergessen die Revanchegelüste aus dem Vorjahr. Bis heute hat Ken Latta die Niederlage im ersten Viertelfinale in Schwenningen nicht verdaut, als der Schiedsrichter ein «Phantomtor» gab und sich der ESVK in der Serie von dieser Fehlentscheidung nicht mehr erholte. «Das war eine schöne Überraschung am Sonntag, dass es jetzt wieder gegen Schwenningen geht», so Latta. Beide Heimspiele dieser Saison entschied der ESVK für sich.

Die Zuschauer Mit einem Schnitt von 2004 Zuschauern pro Spiel hat der ESVK seine Kalkulation erreicht. Und jetzt beginnen die Kassen so richtig zu klingeln. Der Vorverkauf für die (mindestens) zwei Heimspiele läuft seit gestern auf Hochtouren. «Es ist irre, was bei uns los ist. Das Telefon steht nicht mehr still», sagt Geschäftsstellenleiterin Birgit Hampel.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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