Eishockey - Spielbericht
ESC Kempten holt sich beim 8:2 Sieg über Vilshofen wieder ein Erfolgserlebnis

Symbolbild.

Endlich ist der Bann gebrochen und die Sharks gewinnen wieder. Auch wenn die Gäste nur mit 12 Mann angereist waren hielten sie doch tapfer dagegen und das Spiel war kein Selbstläufer für Kempten. Weiterhin ohne Nikolas Oppenberger angetreten, spielte diesmal der junge Kevin Steiner in der ersten Sturmreihe und er machte seine Sache sehr ordentlich. Kempten begann motiviert und erspielte sich gleich zu Beginn einige Chancen bevor Patrick Weigant dann in Minute 5 zum ersten Mal traf.

Vilshofen versuchte mit dem kleinen Kader defensiv gut zu stehen und wenig zuzulassen. Vorne spekulierte man auf Konter. Doch Kempten diktierte das Geschehen, wenn auch nicht sehr dominant. Wie aus dem nichts der Ausgleich in der 14. Minute, mit dem es auch in die Pause ging. Die richtige Durchschlagskraft fehlte den Allgäuern noch in ihrem Spiel, es mangelte oft trotz Überlegenheit am direkten Zug zum Tor. Trainer Wartosch ließ dann in der anschließenden PK auch anklingen dass es in der ersten Pause sehr deutliche Worte in der Kabine gab. Diese hatte ihre Wirkung nicht verfehlt denn schon nach 41 Sekunden im zweiten Abschnitt traf Adrian Kastel-Dahl zur erneuten Führung die Tobias Pichler nach weiteren 58 Sekunden mit seinem 99sten Tor für Kempten ausbaute. Erneut Patrick Weigant besorgte dann die Vorentscheidung nach 29 Minuten.

Im letzten Drittel schwanden die Kräfte der Gäste zusehends, Spielertrainer Gomow hatte inzwischen zudem noch verletzt das Eis verlassen. Sehenswert der Treffer von David Hornak zum 5:1 bei dem er seine technischen Fähigkeiten schön ausspielen konnte. Timo Stammler und Christian Engler erzielten weitere Treffer bevor Eugen Scheffer mit dem Endstand zum 8:2 für einige Lacher in der Halle sorgte. Er malträtierte mit seinem Schläger erst mehrfach den Torpfosten bevor er die Scheibe endlich ins leere Tor schieben konnte.

Trotz des deutlichen Ergebnisses gab es nach dem Spiel auch Kritik von Markus Wartosch. Er monierte zu Recht die Zuschauerzahl von nur 214. Die Mannschaft hat, auch wenn sie den Aufstieg in die Bayernliga nicht schafft, eine tolle Saison geboten und die Zuschauer mit attraktivem Eishockey begeistert. Da ist es nicht verständlich das nur noch so wenige den Weg in die Eishalle finden, bloß weil es ein paar Spiele nicht so läuft. Das Team hat den Support absolut verdient. So bleibt zu hoffen das es am 3.März beim letzten Heimspiel gegen den alten Rivalen aus Schongau nochmals voll wird im Kemptener Eisstadion, wenn sich die Mannschaft in die Sommerpause verabschiedet.

Autor:

Thomas Hasselbach aus Kempten

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