Eishockey
ESC Kempten gewinnt gegen ESC Haßfurt 4:3 und bucht Playoff Ticket

Eishockey (Symbolbild)

Ein regelrechtes Endspiel stand am Sonntagabend auf dem Plan, Haßfurt mussten gewinnen um noch eine Chance auf einen Platz unter den ersten Vier zu haben. Im Gegenzug hatte Kempten die Gelegenheit mit drei Punkten die Playoffs bereits einen Spieltag vor Ende der Aufstiegsrunde fest zu buchen. Nicht mit dabei waren der immer noch erkrankte Alexander Henkel sowie Daniel Jun. Und auch Ahren Spylo fehlte erneut, für ihn ist die Saison nach dem kurzen Comeback schon wieder zu Ende. Seine Rückenverletzung aus dem Spiel in Moosburg lässt leider keinen weiteren Einsatz zu. Im Spiel gegen Ulm hatte er es nochmal versucht, aber die Schmerzen sind zu stark um ein vernünftiges Eishockey zu spielen.

Wie schon zu erwarten startete Haßfurt wie die Feuerwehr um ihre letzte Chance zu nutzen. Und es dauerte auch nicht lange, schon in der vierten Minute traf Michal Babkovic mit einem Abpraller zur verdienten Führung. Kempten konnte sich nicht oft vom Anfangsdruck der Hausherren befreien, zeigte sich dabei allerdings enorm kaltschnäuzig. Mit einem Konter fast aus dem Nichts überraschte Alexander von Sigriz den Torwart der Hawks in der achten Minute zum Ausgleich. Und es kam noch besser, Kurtis Kapitza zog in Minute 11 einfach von der blauen Linie ab und der Puck schlug zur Gästeführung ein. Doch Haßfurt spielte weiter sehr aggressiv und mit Tempo nach vorne. Erneut war es dann der Tscheche Babkovic, den man im ersten Drittel nicht in den Griff bekam, der in der 16. min in Überzahl den Ausgleich erzielte, nachdem er zuvor unbehelligt durch die Abwehr der Sharks marschierte. Und nur 2 Minute später noch das 3:2 für die Hawks, die verdient zur Pause führten. Der zweite Spielabschnitt bot den Zuschauern ein intensives Spiel von beiden Mannschaften. Kempten war inzwischen besser im Spiel und drängte vehement auf den Ausgleich. Doch egal was sie versuchten, entweder war noch der Schläger eines Verteidigers im Weg oder es war Endstation beim Keeper der Hawks, der einen starken Tag erwischte. Im Gegenzug waren die Gastgeber immer wieder durch ihre schnellen Stürmer brandgefährlich. Tore fielen jedoch keine weiteren so das es mit dem knappen 3:2 auch ins letzte Drittel ging. In diesem nahmen die Unterfranken das Spiel wieder an sich und drängten Kempten mehr und mehr in die Defensive. Letztendlich schafften sie es in dieser Druckphase aber nicht den Sack zuzumachen. Die Defensive der Allgäuer kämpfte wacker und Fabian Schütze hielt seinen Kasten mit tollen Paraden sauber. Kempten steckte nicht auf und in den letzten knapp vier Minuten kam dann der große Auftritt des Duos Oppenberger / Weigant. Zunächst schickte Nikolas Oppenberger seinen Mitspieler auf die Reise, Patrick Weigant tankte sich mit einer absoluten Willensleistung durch die Verteidigung der Hawks und arbeitete die Scheibe zum 3:3 buchstäblich ins Tor. Der späte Ausgleich zeigte sichtlich Wirkung bei den Gastgebern und eineinhalb Minuten vor Spielende zog Weigant dann auf der linken Seite auf und davon, passte in die Mitte auf den mitgelaufenen und völlig freistehenden Oppenberger der eiskalt zum Siegtreffer verwandelte. Der Jubel auf den Rängen bei den knapp 50 mitgereisten Kemptener Fans kannte keine Grenzen mehr. Doch der Kuchen war noch lange nicht verteilt. 70 Sekunden vor Schluss schickte der Schiedsrichter Roni Rukajärvi auf die Strafbank und anschließend auch noch Michel Maaßen. Haßfurt, inzwischen ohne Torwart agierend spielte somit die letzte halbe Minute mit sechs gegen drei. Aber bei den Sharks kämpften alle mit dem letzten Einsatz, warfen sich in die Schüsse, und Fabian Schütze zeigte noch zwei überragende Paraden um die drei Punkte endgültig festzuhalten.Ein klasse Spiel mit dem glücklichen Ende für den ESC Kempten der somit einen Playoff Platz sicher hat. Durch den gleichzeitigen Sieg des ERSC Amberg gegen Ulm/Neu-Ulm wurde auch der zweite Tabellenplatz gefestigt. Mit Buchloe, Ulm, Amberg und Kempten stehen nun alle Teilnehmer an den Halbfinals um den Aufstieg in die Bayernliga fest, am letzten Spieltag geht es dann nur noch um die abschließenden Platzierungen und somit auch das Heimrecht in den Playoffs.

Interessanter Nebenaspekt, nun stehen also drei Teams aus der LL Süd/West Gruppe unter den letzten vier, während Amberg das einzige Team aus der LL Nord/Ost Gruppe ist das diesen Sprung geschafft hat. Auch ein Zeichen für die Stärke der Landesliga Gruppe 2.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2020

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen