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ESC Kempten gewinnt den ersten Halbfinal-krimi gegen den VfE Ulm/Neu-Ulm mit 5:4

ESC Kempten gewinnt den ersten Halbfinal-krimi gegen den VfE Ulm/Neu-Ulm mit 5:4.
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  • hochgeladen von Lisa Hauger

Die Bühne war gerichtet, es gab schon im Vorfeld ein riesiges Interesse rund um das erste Playoff Halbfinale zwischen den beiden Dauerrivalen. Die Spannung und Vorfreude auf die entscheidenden Spiele um den Aufstieg war überall zu spüren. 2075 Zuschauer im Stadion gaben der Partie einen würdigen Rahmen, und zum ersten Mal wurde ein Spiel der Landesliga live bei Sprade TV, dem Marktführer für Eishockey Live Übertragungen gezeigt.

Und die Partie hielt was sie im Vorfeld versprach. Eishockey auf hohem Niveau, Tempo, Spannung bis zum Ende und begeisterte Zu-schauer die ihr Kommen nicht zu bereuen brauchten. Ein großes Fanaufgebot kam auch aus Ulm ins Allgäu, was die Stimmung in der ABW Arena zusätzlich steigerte.
Die Sharks erwischten einen Traumstart, bereits nach 49 Sekunden konnte Michel Maaßen einen Abpraller zum 1:0 über die Li-nie drücken. Bei den Gästen schien dieser Treffer Wirkung zu zeigen, sie kamen nicht richtig ins Spiel. Gästetrainer Robert Linke meinte in der anschließenden Pressekonferenz dazu auch, seine Mannschaft habe im ersten Drittel nicht stattgefunden.

Kempten setzte sich immer wieder im Drittel der Gäste fest und erspielte sich zahlreiche Chancen. Markus Vaitl war es dann der in der 11. Minute direkt von der Strafbank kam, ei-nen Fehlpass von Martin Jainz aufnahm, auf und davon zog und Maximilian Güßbacher im Tor keine Chance ließ. Die Hausherren versäumten es in dieser Phase jedoch den Vorsprung auszubauen, zu viele Chancen wurde liegengelassen. Das die Devils im zweiten Drittel anders aus der Kabine kommen würden war zu erwarten, und so kam es auch, das Spiel kippte zugunsten der Donaustädter. In deren Drangphase waren es dann aber erneut die Allgäuer die einen Treffer erzielten. Von einem gewonnenen Bully durch Daniel Jun lief die Scheibe über Kurtis Kapitza zu Christoph Meier an der blauen Linie, der direkt abzog und Güßbacher auf der Fanghandseite überraschte.

Wer jetzt dachte, das sei schon die Vorentscheidung hatte sich getäuscht, Ulm biss weiter und nur eine Minute später konnte Joschua Eckmann nach einem Scheibenverlust der Kemptener im eigenen Drittel vor das Tor ziehen und unbedrängt das 3:1 erzielen. Und nur 49 Sekunden später schaffte Marius Dörner von halblinks den 3:2 Anschlusstreffer, das Spiel war urplötzlich wieder offen, das Momentum lag jetzt klar bei Ulm. Trainer Carsten Gosdeck nahm sofort eine Auszeit um seine Mannschaft wieder in die Spur zu bringen was auch gelang so das es mit der knappen Führung in den letzten Spiel-abschnitt ging. Die Gäste hielten das Tempo und den Druck hoch und kamen in der 48. Minute durch den starken Peter Brückner zum nicht unverdienten Ausgleich. Wieder einmal zeigte das Team von Robert Linke welche Comebackqualitäten in ihm steckt. Gegen diese Mannschaft muss man 60 Minuten hellwach sein und darf sich keine Schwächen erlauben.

Doch der ESC zeigte sich unbeeindruckt und mit einem Handgelenkschuss von der blauen Linie brachte erneut Vaitl seine Farben kurz darauf mit seinem zweiten Treffer wieder in Führung. Und nur eine Minute später beschenkte sich Geburtstagskind Kristaps Millers selbst. Vom Bully kam der Puck zu dem mit dem Rücken zum Tor stehenden Angreifer, er behauptete die Scheibe, drehte sich zum Tor und erzielte das viel umjubelte 5:3. Die letzten zehn Minuten versuchte Ulm nochmals alles, aber mehr als der 5:4 Anschluss Treffer, erneut durch Brückner, in Überzahl gelang den Gästen nicht mehr.Unter dem Strich war es ein über 60 Minuten verdienter Sieg der Sharks, der aber auch aufgezeigt hat welche Qualitäten die Donaustädter haben und das es am Sonntag ein ganz schweres zweites Halbfinale an der Donau wird.

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