Eishockey
ESC Kempten auswärts in Ulm: Fast 1.000 Zuschauer sehen die 6:5 Niederlage

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Elf Tore, hohes Tempo auf Bayernliganiveau, packende Zweikämpfe, persönliche Scharmützel auf dem Eis, bis hin zu zwei Trainern die sich auf der Pressekonferenz verbal duellieren. Zu einem echten Topspiel hat am Freitagabend in Ulm wirklich gar nichts gefehlt und kein Einziger der 927 Zuschauer brauchte sein Kommen zu bereuen.

Nach dem perfekten Start mit einem sechs Punkte Wochenende wollten die Sharks im Spitzenspiel beim Vorrundensieger aus der Donaustadt unbedingt weitere Punkte sammeln. Zudem war noch die Revanche von der Vorrundenniederlage offen. Erstmals mit an Bord war der Neuzugang Kristaps Millers in der Verteidigung.

Doch alle Vorhaben waren mit dem ersten Bully wohl verflogen, Ulm kam mit extremem Tempo aus der Kabine und spielte die Sharks von Beginn an schwindelig. Schon nach 2 Minuten standen 2 Tore für die Devils auf der Anzeigetafel. Kempten konnte sich nicht wirklich aus dem Würgegriff befreien. Und auch das 2:1 durch ein Solo von Markus Vaitl in Überzahl war kein Weckruf, nur 14 Sekunden später klingelte es erneut im Gehäuse von Danny Schubert. Und die Gastgeber weiter mit Vollgas agierend legten gleich das 4:1 nach.

Eugen Scheffer traf dann mit einem Nachschuss zum zwischenzeitlichen 4:2 aber das interessierte Ulm gar nicht. Zwei weitere Treffer, einer davon sogar in Unterzahl nahmen den Sharks eigentlich jetzt schon die Hoffnung auf einen Sieg, bei 6:2 zur ersten Pause. Zum zweiten drittel übernahm Fabian Schütze den Platz im Tor von Danny Schubert, der in den ersten 20 Minuten von seinen Vorderleuten mehr als nur einmal im Stich gelassen wurde.

Dies und wohl auch die Ansprache in der Kabine zeigten Wirkung, es stand plötzlich eine ganz andere Kemptener Mannschaft auf dem Eis. Die Laufbereitschaft war zurück, Zweikämpfe wurden angenommen und gewonnen, Ulm bekam keine Räume mehr und man machte selbst das Spiel. Markus Vaitl startete die Aufholjagd mit dem 6:3, das er mit einem Konter in Unterzahl, durch Neuzugang Millers bedient, erzielte. Und der quirlige Stürmer markierte auch das 6:4 in der 34. Minute.

Ein Kracher von der linken Seite unter die Latte, der erst nach Diskussionen der Schiedsrichter gegeben wurde da der Puck von der Stange im Tor sofort wieder heraussprang. Kempten gab immer mehr Gas und lies Ulm gar nicht mehr ins Spiel kommen. Es war nach dem zweiten Drittel zu spüren das trotz der frühen und hohen Ulmer Führung das Spiel noch lange nicht entschieden war. Im letzten Abschnitt gaben die Sharks weiter kräftig Gas während Ulm sich nur noch mit Kontern zu befreien wusste die aber spätestens bei Schütze endeten.

Als der Ulmer Peter Ceslik 9 Minuten vor Spielende nach einem Check gegen den Kopf von Adrian Kastel-Dahl mit einer 5min. + Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen musste war die große Chance für Kempten gekommen. Und wieder war es Markus Vaitl der mit seinem vierten Treffer das 6:5 erzielte. Volle Kraft voraus, so lautete für die Schlussphase das Motto, aber die Scheibe wollte nicht an Maximilian Güßbacher im Tor der Devils vorbei. Auch das Herausnahmen des Keepers in der letzten Minute half nicht mehr so das es beim knappen Sieg der Ulmer blieb.

Kempten scheiterte letztendlich an einem altbekannten Problem, nicht von Beginn an konzentriert da zu sein. Ulm nützte dies gnadenlos und konsequent aus. Mit der Leistung aus Drittel 2 & 3 wären eindeutig die Allgäuer als Sieger vom Eis gegangen. Dies gilt es für das Derby gegen Buchloe am Sonntag mitzunehmen und wird auch in den nächsten Tagen die Hauptaufgabe des Trainers sein, seinen Spielern deutlich zu vermitteln das gegen die starken Gegner in der Aufstiegsrunde 60 Minuten Einsatz ein Muss sind.

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