Kaufbeuren/Milwaukee
Es ist super, so viele Punkte zu machen

Der Roßhauptener Thomas Greiss (San Jose Sharks) und der Kaufbeurer Alexander Sulzer (Nashville Predators) haben den Sprung in die NHL, die beste Eishockey-Liga der Welt, geschafft. Robert Dietrich, der dritte Allgäuer Eishockey-Profi in Nordamerika, spielt eine bärenstarke Saison bei den Milwaukee Admirals (dem Farmteam von Nashville) in der AHL, so etwas wie die 2. Liga. Wir haben mit dem 23-jährigen Verteidiger aus Kaufbeuren über Erfolge, aber auch Enttäuschungen der laufenden Saison gesprochen. Was hat sich in Ihrer zweiten AHL-Saison verändert?

Robert Dietrich: Mein Selbstvertrauen ist wesentlich größer geworden. Das hilft natürlich sehr. Ich traue mir mittlerweile mehr zu, und dadurch kommt dann auch der Erfolg. Ab und zu muss man halt ein bisschen was riskieren.

Wo haben Sie sich besonders verbessert?

Dietrich: Vor allem in der defensiven Zone, sprich im Zweikampf, habe ich mich weiterentwickelt. Da hatte ich letztes Jahr so meine Probleme.

Sie machen aber auch viele Scorerpunkte…

Dietrich: Natürlich ist es super, so viele Punkte zu machen. Die Hauptsache für mich sind aber nicht meine Punkte, sondern der Sieg der Mannschaft. Für die persönliche Bilanz ist es hilfreich, viel in Überzahl zu spielen. So habe ich bestimmt zwei Drittel der Punkte gemacht. Vergangene Saison war ich der dritte oder vierte Verteidiger, nun bin ich unter den ersten beiden in Überzahl.

Gibt es schon Gespräche mit den Offiziellen der Nashville Predators?

Dietrich: Nach meinem Wissensstand gibt es noch keine Gespräche. Aber mein Manager hat mir kürzlich erzählt, dass Nashville zufrieden mit meinen Leistungen in Milwaukee ist.

Wann wird es dann das NHL-Debüt von Robert Dietrich geben?

Dietrich: Das weiß ich leider auch nicht. Aber bei ein oder zwei Verletzten in Nashville kann das ganz schnell gehen.

Trotz Ihrer starken Saison sind Sie nicht für das AHL-Allstar-Spiel nominiert. Enttäuscht?

Dietrich: Ich wäre schon gerne im Allstar-Team gewesen, aber eine wirkliche Enttäuschung ist das nicht. Ich sage mal so: Offenbar war ich nicht gut genug.

Thema Nicht-Berücksichtigung. Im Olympia-Kader der Nationalmannschaft sucht man Ihren Namen vergeblich. Was hat Ihnen Bundestrainer Uwe Krupp dazu gesagt?

Dietrich: Krupp hat mir dazu gar nichts gesagt. Natürlich bin ich ein bisschen enttäuscht, weil ich mir da schon Hoffnungen gemacht habe, aber leider hat es auch dafür nicht gereicht. Ich muss jetzt halt weiterhin gute Leistungen bringen.

Wie verbringen Sie eigentlich Ihre freie Zeit zwischen den Spielen?

Dietrich: In meiner Freizeit mache ich nicht besonders viel. Ich gehe ins Kino mit den Mannschaftskollegen oder spiele Video Games. Um ehrlich zu sein, genieße ich einfach nur meine freie Zeit und mache oft gar nichts. Erstens gibt es hier in Milwaukee nicht ganz so viel zu tun und zweitens haben wir unglaublich viele Spiele.

In welchen Momenten vermissen Sie die Heimat?

Dietrich: Ich fühle mich ganz wohl hier. Natürlich vermisse ich die Freunde, aber darauf freue ich mich dann umso mehr, wenn es nach der Saison wieder nach Good Old Germany geht.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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