Ski Nordisch
Entscheidung um die Vergabe der WM 2021 steht kurz bevor: Oberstdorfer Delegation wartet und hofft

Einen Tag vor der Entscheidung, wer 2021 die Nordische Ski-WM organisieren darf, herrschte beim Kongress des Internationalen Skiverbandes im mexikanischen Cancun eine erst angespannte und dann doch sehr gelöste Stimmung.

Alle drei Kandidaten - Planica (Slowenien), Trondheim (Norwegen) und Oberstdorf - mussten bzw. durften ihr Bewerbungskonzept noch einmal vorstellen. Nach der deutlich wichtigeren Präsentation am Dienstag vor dem FIS-Vorstand, dem sogenannten Council, standen am Mittwoch noch die Vorträge vor den Komitees für Langlauf, Nordische Kombination und Skispringen auf dem Programm.

Der rund zehnminütige Oberstdorfer Vortrag kassierte erneut viel Applaus und verdiente sich im Vergleich zu den Mitbewerbern das Prädikat "deutlich aufwendiger" und "deutlich pfiffiger".

Damit war für die drei WM-Kandidaten das Pflichtprogramm erfüllt. Auch wenn nach dem Abbau der Messestände überall eine große Erleichterung herrschte, waren sich alle einig, dass die Bekanntgabe der WM-Organisatoren nicht noch einen Tag hinausgezögert werden sollte. "Dieses ganze Gemauschel könnte man sich sparen, wenn gleich nach den Präsentationen gewählt werden würde", kritisierte auch DSV-Präsident Franz Steinle.

Und fürwahr: Mit jeder Stunde mehrten sich beim Kongress Gerüchte und Spekulationen, welches Vorstandsmitglied denn nun für welchen Bewerber stimmt - und es genügend Gründe gebe, dass er kurzfristig dann eben doch einem anderen die Stimme gibt. Dennoch: an der Favoritenrolle Oberstdorfs hat sich bis wenige Stunden vor der Wahl nichts geändert.

Ein Großteil der knapp 1.000 Kongressteilnehmer beteiligte sich am Donnerstagvormittag zur Ablenkung an einem Ausflug nach Tulum, einer Maya-Fundstätte direkt an der mexikanischen Karibikküste. Nach der Rückkehr am Nachmittag werden um etwa 18.30 Uhr Ortszeit (Freitag, 1.30 Uhr deutscher Zeit) zum Höhepunkt des Kongresses die WM-Orte bekanntgegeben.

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