Eishockey ESVK - Erfolg der Laienschauspielgruppe

Von Christopher Hecker

Kaufbeuren | Eine Niederlage macht selten Hoffnung, steht sie ja in der Regel genau für das Zerstören von Visionen und Träumen im Sport. 'Man sieht, dass wir immer besser werden und Dresden immer schwächer', prophezeite ESVK-Coach Ken Latta jedoch eine Wende für die Viertelfinal-Play-off-Serie zwischen dem ESV Kaufbeuren und den Dresdner Eislöwen. Der Favorit aus Sachsen landete mit 2:1 in der Sparkassen Arena am Samstag den zweiten Sieg im zweiten Aufeinandertreffen. 'Wir spielen best-of-seven. Und je näher es an den vierten Sieg geht, desto härter wird es', kündigt Latta bei der Pressekonferenz an. Neben den Durchhalteparolen von Vereinsseite versprühte vor allem die Stimmung der begeisterten Zuschauer Optimismus. Trotz der bitteren Niederlage feierten die Joker-Fans ihre Akteure nach der Schlusssirene. Beste Motivation lieferte die Spielweise der Gäste. 'Das ist wie Fraueneishockey  die Dresdner fallen nach einem ganz normalen Check um wie tot', echauffierte sich Mike Bullard, der seinen Akteuren zur Chancengleichheit Schauspielunterricht verordnet.

Latta stellt jedoch klar: 'Wir müssen disziplinierter und cleverer spielen  aber so wie Dresden zu spielen und so zu gewinnen ist keine Art. Die haben permanent provoziert.' Den Oskar für die beste Nebenrolle verlieh Bullard Eislöwen-Verteidiger Jakub Körner: 'Der lässt sich auch fallen, wenn ihn eine Oma mit der Handtasche schlägt.' Fast wehmütig ergänzt der frühere NHL-Star: 'Dabei ist das Play-off-Eishockey  da sollte es hart, aber ehrlich zugehen.'

Dass die Kaufbeurer Kufencracks die Dresdner für ihr Laientheater nicht bestraften, lag zum einen an einem nervösen Startdrittel und zum anderen an einem fast unüberwindbaren Michal Marik im Gästetor. 'Unser großes Problem ist, dass wir zu wenig Tore machen. In den Play-offs braucht man Helden. Die können nicht immer Rob McFeeters oder Jordan Webb heißen', so Bullard, der aber zumindest in dieser Partie kein Problem auf der Torhüterposition hatte. 'Er hat uns eine sehr gute Chance gegeben, dieses Spiel zu gewinnen  das war eine tolle Leistung', lobte der Kanadier Martin Fous, der den Vorzug vor Christian Baader bekommen hatte.

Für Partie vier morgen in der Sparkassen Arena (19.30 Uhr) stellt Latta dem Kontrahenten erneut einen erbitterten Kampf in Aussicht: 'Einige Dresdner Spieler haben Schmerzen und es wird nicht leichter für sie. Wir bleiben unserem Spiel treu, hart und meistens fair.'

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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