Eine Niederlage mit fadem Beigeschmack

Von Dieter Grimmer | Dresden/Füssen. Die Dresdner Eislöwen haben das dritte Spiel im Play-off-Halbfinale gegen den EV Füssen am Dienstagabend mit 5:4 (0:0, 1:1, 4:3) gewonnen und gingen damit in der Serie mit 2:1 in Führung. Der EV Füssen hatten gegen die Spielwertung offiziell Protest eingelegt, weil der Treffer zum 3:2 für Sachsen nach Ansicht der Leoparden irregulär war.

Vor allem die Gastgeber begannen das Spiel sehr nervös. Die Partie begann mit einer fünfminütigen Verspätung, weil bei den Eislöwen zwar der Manager an der Spielerbank war, aber kein Trainer.

Bereits in der 3. Minute hatte Garrett Festerling die Riesenmöglichkeit zur Führung, doch er vergab. Dann überstanden die Füssener zwei Strafzeiten auch dank des wieder bestens haltenden André Irrgang. Andrej Naumann hatte mit einem Unterzahlkonter Pech. Nach Abpfiff des ersten torlosen Drittels gerieten Körner (Dresden) und Festerling (Füssen) aneinander. Beide durften deshalb den Beginn des zweiten Drittels von der Strafbank aus verfolgen.

In der 24. Minute fasste sich Markus Wartosch ein Herz und drosch die Scheibe auf Pässe von Ziegler und Rohde von der blauen Linie zur Führung der Füssener ins Netz. In der Folge wurde Irrgang mehr beschäftigt und konnte sich immer wieder auszeichnen. In der 37. Minute war dann auch er machtlos, als er zunächst einen Torschuss abwehrte, keiner seiner Vorderleute aber verhinderte, dass Pavel Fit den vom Publikum immer wieder lauthals geforderten Ausgleichstreffer markierte.

Hammer von Anderson

Nach ein paar Angriffen der Dresdner im letzten Abschnitt hämmerte Nick Anderson (Andrej Naumann, Ruslan Bezshchasnyy) den Puck zur erneuten Führung der Füssener ins Dresdner Gehäuse. Die hielt dann allerdings nur 30 Sekunden, weil David Cermak ausglich. Kurz darauf die spielentscheidende Szene, als der Ex-Füssener Markus Guggemos trotz vorausgegangener Abseitsstellung und einer Behinderung von Torwart André Irrgang ins leere Tor zum 3:2 traf. Trotz heftigster Proteste wurde der Treffer anerkannt. Danach war das Spiel gelaufen. Die Leoparden verloren ihre Konzentration und handelten sich Strafen ein. Als eine davon angezeigt wurde, nahm Dresden den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und erzielte das 4:2. Bei der anschließenden Auszeit schwappten die Gemüter über und die Füssener wurden mit Bier übergossen.

Viele Strafen

Eishockey gespielt wurde auch noch: Andrej Naumann fuhr einen aussichtsreichen Konter, wurde aber von den Beinen geholt, ohne dass der Sünder dafür bestraft wurde. Im Gegenzug aber bekam Vaitl eine Strafe und Wartosch noch eine Strafe aufgebrummt, was Dresden zum vierten Treffer innerhalb von nur dreieinhalb Minuten nutzte.

Mannschaft gibt nicht auf

Die Mannen um Kapitän Nadeau gaben jedoch nicht auf und spürten, dass die Kräfte von Dresden nachließen. Tom Fiedler schaffte in der 52. Minute den Treffer zum 3:5. Als dann drei Minuten später gleich zwei Dresdner auf der Strafbank saßen, schöpften die Leoparden nach dem 4:5 durch Anderson (Bezshchasnyy, Festerling) noch einmal Hoffnung, die sich jedoch trotz Herausnahme ihres Torwarts zugunsten eines weiteren Feldspielers nicht erfüllte.

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