Kaufbeuren
Eine einmalige Chance

Marc Stotz ist ein Typ mit großen Zielen: «Mit dem ESVK deutscher Meister werden und im Finale im entscheidenden Spiel sieben das Siegtor gegen Augsburg machen - das wäre ein Traum.» Ein Traum, den wohl jeder Joker-Fan schon irgendwann einmal hatte. Bei der persönlichen Vorgabe für seine erste volle Saison bei den Senioren zeigt sich das Kaufbeurer Eigengewächs jedoch bescheiden: «Ich habe die Möglichkeit, hier in der zweiten Liga zu spielen und viel dazu zu lernen. Das ist eine einmalige Chance, die ich unbedingt nutzen möchte.»

Bereits in der vergangenen Saison kam der 21-jährige Verteidiger, dessen Schwester Bianca bei der ESVK-Damenmannschaft spielt, zu einigen Einsätzen in der Oberliga. «Das Spiel ist viel schneller und intensiver als bei den Junioren», beschreibt Stotz die Unterschiede. Im Kampf um die sechste Verteidigerposition scheint der Youngster gegenüber seinen direkten Konkurrenten Andreas Neumann und Sven Schittenhelm die Nase momentan leicht vorne zu haben. «Wir sind in einer Testphase, in der jeder beweisen muss, dass er in die Mannschaft gehört», sagt der letztjährige Kapitän der Juniorenmannschaft.

Robustheit ist entscheidend

Für Stotz entscheidend ist es, sein Spiel einfach zu halten: «Ich neige dazu, nach vorne zu gehen und wie bei den Junioren auch gerne mal Tore zu schießen. Aber wie es der Name Verteidiger ja schon sagt: Es geht für uns darum, unser Tor zu verteidigen. Für die Tore sind in erster Linie die Stürmer zuständig.»

Nach dem späten Saisonende im Mai gönnte sich Stotz gerade einmal eine Woche Urlaub. «Seitdem bin ich im Training und versuche, Muskelmasse aufzubauen», erzählt er. Angefangen bei 76 Kilogramm ist er mittlerweile bei 83 Kilogramm angekommen. «Ich brauche diese Robustheit für die Zweikämpfe», erklärt Stotz, der hauptberuflich in der Telekommunikationsbranche tätig ist.

Kompromissbereit möchte er weiterhin nur bei der Filmauswahl mit seiner Freundin Jenny und nicht auf dem Eis mit seinen Gegenspielern sein: «Ich mag ja lieber die Filme, in denen es ein bisschen kracht, aber ich schaue auch ab und zu Komödien und Liebesfilme mit ihr.»

Für Aufsehen sorgte der Verteidiger bei der Aufstiegsfeier in der Zeppelinhalle mit einer Striptease-Einlage «in allerbester Chippendales-Manier» (O-Ton ESVK-Vorstand Andreas Settele). «Ich bin immer für eine Überraschung gut», sagt Stotz, hält sich aber auf die Frage nach seiner nächsten Einlage bedeckt. Zunächst einmal will er mit den Jokern auf dem Eis für Furore sorgen: «Der Teamgeist ist super. In dieser Kategorie sind wir Aufstiegsfavorit. Wenn jeder für den anderen alles gibt, dann sind die Play-offs sicherlich machbar.»

Der Plan steht

Sollte es mit dem Eishockey mal vorbei sein, hat der Rookie schon einen genauen Plan, wie sein Leben ausschauen könnte: «Ich gewinne im Lotto und fahre in einem kleinen Boot durch die Südsee.» Die Frage ist nur, ob Stotz dann tatsächlich einen deutschen Meistertitel mit dem ESVK in seiner Vita stehen hat.

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