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Pech
Ein schmerzlicher und herzlicher Auftritt des FC Memmingen in Stuttgart

Als Andreas Hindelang (25) im Stuttgarter Gazi-Stadion noch einmal eine Großchance hatte, um für eine große Überraschung zu sorgen, waren seine Mitspieler Christoph Mangler (23) und Nikolas Berchtold (23) schon auf dem Rückweg nach Memmingen. Den Schlusspfiff nach dem 0:1 Entstand des FC Memmingen beim Spitzenreiter Stuttgarter Kickers erlebten sie nicht mehr mit. Beide saßen mit schmerzverzerrten Gesichtern im Auto des 2. Vorsitzenden Thomas Reichart, der sie zur Untersuchung nach Hause ins heimische Klinikum fuhr.

Mangler mit dick geschwollenen Fuß, das Knie von Berchtold sah nicht besser aus. Mit dickem Verband bzw. Gipsschiene humpelten beide nachts aus dem Krankenhaus. Zwar muss abgewartet werden, bis die Schwellungen abgeklungen ist, aber die ersten Diagnosen sehen nicht gut aus.

Gebrochen scheint bei Offensivmann Mangler zwar nichts zu sein, aber etwas ist mit den Bändern. Bei Mittelfeldspieler Berchtold wird ein Meniskusschaden befürchtet. Beide waren vor der Halbzeit verletzt worden, die Saison ist für sie gelaufen.

'Unser Verletzungspech ist heuer schon unglaublich', war Hindelang nach dem Schlusspfiff gedanklich bei seinen verletzten Kameraden. Außerdem stehen ja derzeit Candy Decker, Mario Schmidt und Stefan Zobel auf der Ausfallliste. Spieler, die normalerweise für die Startelf gesetzt wären.

Rotsünder Stefan Heger wird beim letzten Auswärtsspiel der Runde nächsten Samstag bei Eintracht Frankfurt II ebenso fehlen wie Dominik Bobinger, der in Stuttgart seine fünfte Gelbe Karte kassierte.

Trotzdem bleibt Trainer Esad Kahric relativ gelassen: 'Es werden wieder elf auf dem Platz stehen'. Was der Unterschied zum Aufstiegsjahr ist, als es mit besserer personeller Ausstattung im Endspurt schlechter lief: Der FC Memmingen ist reifer, abgeklärter geworden, schließt die Lücken und hat auch dem (kommenden) Meister trotz des 0:1 alles abverlangt.

Ein weiterer Unterschied: Die Memminger werden nicht mehr belächelt, sondern ernst genommen. Die Umarmung von Kickers-Trainer Dirk Schuster mit Kahric war hinterher innig und herzlich.

Die Wege der beiden Vereine trennen sich nun. Stuttgart geht in die 3. Liga. Memmingen in die Regionalliga Bayern. Ein Wiedersehen könnte es aber schon bald in einem Freundschaftsspiel geben, das Schuster von sich aus dem FCM anbot.

Auch wenn sie wieder genesen sind, werden Mangler und Berchtold hier nicht dabei sein. Sie werden Memmingen aus Studiums- bzw. beruflichen Gründen verlassen.

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