Eishockey
Ein «Sahne-Abend» am Pferdeturm

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Das Lob kam aus berufenem Mund. «Ein schnelles, intensives Spiel», lobte Stéphane Richer die Zweitligapartie zwischen den Hannover Indians und dem ESV Kaufbeuren, das die Joker am späten Freitagabend mit 4:3 für sich entschieden hatten. Der Sportdirektor des DEL-Klubs Hamburg Freezers war natürlich mit Hintergedanken am hannoverschen Pferdeturm erschienen - und dies nicht allein. Auch Spielervermittler Klaus Hille sah sich das Match an. Um wen es sich bei seiner Spionagetour handele, wollte Richer nicht verraten. Daniel Menge von den Allgäuern, DJ Jelitto oder Kevin Schmidt von den Indians? Mehr als ein vielsagendes Lächeln gab es nicht

Beste Laune

Gute Laune herrschte auch bei den Kaufbeurern vor. Sie feierten ihren zehnten Auswärtssieg ausgelassen mit den 25 mitgereisten Fans. Eine Extra-Ehrenrunde auf fremdem Eis - kann man schon mal machen. «Ich bin heilfroh über die drei Punkte», begann ESV-Coach Ken Latta sein Statement. «Zumal uns zwei, drei Leistungsträger fehlten.»

Erneute Umstellung

Im Verlauf des zweiten Drittels schied Topscorer Petr Sikora wegen Oberschenkelproblemen aus, sodass Latta schon wieder gezwungen war umzustellen, nachdem auch Mike Wehrstedt und Michael Fröhlich erneut nicht dabei waren. Für das Sonntagsspiel gegen Bietigheim gab der Trainer bei Sikora aber Entwarnung.

Für Routinier Sikor

a sprangen andere Kaufbeurer in die Bresche. Rob McFeeters machte dabei eine genauso gute Partie wie der sehr aktive Mark Soares, der im Gegensatz zum unauffälligen, aber effektiven Daniel Menge ohne Scorerpunkt blieb. «McFeeters ist oft der Motor unserer Mannschaft», erklärte Latta hinterher. Am Pferdeturm glänzte er als Torschütze zur wichtigen 3:2-Führung, nachdem die Joker einen 1:2-Rückstand aufgeholt hatten, und als Vorlagengeber bei Menges 4:3-Siegtor in Überzahl gut vier Minuten vor Schluss.

Schon bemerkenswert, wie abgeklärt und nervenstark sich Kaufbeuren in diesem engen Spiel präsentierte. Als die verbesserten Indians durch V

erteidiger Zach Tarkirs zweites Powerplay-Tor zum 3:3 ausgeglichen hatten, standen die Joker teilweise schwer unter Druck. «Für uns ist jedes Spiel schon wie ein Play-off-Spiel», meinte Ken Latta später dazu.

Der ESV wankte ein bisschen, fiel aber nicht. Dabei muss man natürlich auch mal Glück haben wie zum Beispiel bei Björn Bombis´ an den Pfosten abgefälschten Schuss (26.).

So endete denn Kaufbeurens erfolgreicher Abend nicht nur mit dem vierten Saisonsieg (5:1, 4:2, 7:4, 4:3) gegen die Indians, sondern mit e

iner weiteren schönen Momentaufnahme. Da die Konkurrenz «hilfreich» zur Seite stand, schob sich der ESV am Freitagabend sogar auf Platz vier vor, was ja das erste Heimrecht in den Play-offs garantieren würde. Doch Latta blieb nüchtern: «Unser Ziel war Platz sechs. Alles oberhalb davon ist Sahne.

» Ein guter Auftakt zu den arbeitsreichen Tagen mit den beiden Heimspielen am Sonntag gegen Bietigheim (Ergebnis siehe überregionaler Sportteil) und am Dienstag gegen Dresden war das knappe 4:3 in Hannover aber allemal.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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