Ein glücklicher Sieg

Peter Lechner
| Die spannende Schlussphase des Spiels hatte Kurt Dollhofer noch abgewartet. Und auch den Statements der beiden Trainer lauschte der Klubboss des ESV Kaufbeuren nach dem knappen 2:1 der Buron Joker am Freitag beim EHC Klostersee. Doch dann war er ziemlich schnell verschwunden, hinaus in die Nacht. Angeblich soll Dollhofer noch einen Spieler kontaktiert haben, der die Kaufbeurer schon bald verstärken könnte. Der ESVK-Coach wollte diese Thematik nicht kommentieren, doch war seinen Äußerungen deutlich zu entnehmen, dass weitere interne Konkurrenz durchaus erwünscht sei. Schließlich kann sich das leistungssteigernd auswirken.

Denn mit der gezeigten Leistung war Marcus Bleicher nur mit Abstrichen zufrieden. «Ein noch einigermaßen gutes erstes Drittel» hatte der Bandenchef der Allgäuer gesehen. «Dann aber hat der EHC so gespielt, wie ich es von meinem Team erwartet hätte. Wir ließen die wichtigsten Attribute wie Laufbereitschaft und kämpferischen Einsatz fast vollkommen vermissen. Ich bin froh, dass der Gegner nicht komplett war und wir die Punkte im Sack haben.» Er habe ein laufstarkes Team, nur müsse man das auf dem Eis auch abrufen. «Unsere Ansprüche sind andere. Gegen stärkere Gegner hätte das Gezeigte nicht gereicht.» Bewusst war man sich im Gästelager, dass die Partie jederzeit andersrum hätte enden können.

Bei den ersatzgeschwächten Klosterseern (vier Leistungsträger fehlten), die sich nach dem schwachen Heimauftakt gegen Bad Nauheim stark verbessert zeigten, trauerte man den vergebenen Möglichkeiten nach. «Wir waren jederzeit dran, haben es nach dem Ausgleich aber nicht geschafft, ein Tor nachzulegen. Die Chancen dazu wären da gewesen», analysierte John Samanski. Der EHC-Trainer zeigte sich denn auch mit der Leistung seiner Rot-Weißen nicht unzufrieden. Einig waren sich beide Seiten, dass die jeweiligen Defensivreihen ihren Job sehr gut verrichtet hatten und die Torhüter herausragten.

Leo Conti bewahrte Kaufbeuren vier Minuten vor Spielende vor dem Ausgleich, als er einen allerdings recht schwach geschossenen Penalty - der Puck rutschte Brad Efthimiou beim Abschlussversuch über die Schlägerschaufel - parierte. Viel gefordert war er vor allem nach dem 1:1 (28.) bis zur abermaligen Führung, als der Schlussabschnitt gut sechs Minuten alt war. Der Treffer ging auf das Konto von Kapitän Thorsten Rau, den Bleicher neben Conti als besten ESVK-Akteur sah. «Immer in Bewegung und vom Einsatz her ein Vorbild.» Beide Kaufbeurer Tore fielen im Übrigen bei kompletter Spieleranzahl. Bis auf die Feststellung, dass vorne die «Null» stand, gab es am druckvollen und variablen Powerplay aber nichts auszusetzen.

Tore: 0:1 (4.) McFeeters, 1:1 (27.) Efthimiou, 1:2 (46.), T. Rau.

Strafminuten: EHC 14; Joker 18. Hauptschiedsrichter: A. Hascher (Miesbach). Zuschauer: 552.

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