Kaufbeuren
Durchschnaufen, aber nicht ausruhen

26 von 52 Hauptrundenspieltagen der zweiten Eishockey-Bundesliga sind absolviert. Aufsteiger ESV Kaufbeuren, der als Abstiegskandidat in die Saison gestartet war, belegt mit derzeit 36 Punkten Tabellenplatz neun. Zum Vergleich: Im Abstiegsjahr 2007 hatte der ESVK nach 52 Spielen 32 Zähler auf dem Konto. Wir werfen einen Blick auf die bisherigen Höhen und Tiefen des Traditionsvereins. Der Höhenflug: Mit einem furiosen Start war der ESVK die Mannschaft der ersten Wochen. Acht Siege aus den ersten neun Spielen machten den Neuling sogar zum Klassenprimus. Höhepunkte waren der Auftaktsieg gegen Topfavorit Schwenningen (4:1) sowie die spektakulären Auswärtssiege in Bremerhaven (8:7) und Hannover (8:6). Dort gelang den Latta-Schützlingen das Kunststück, nach einem 0:4-Rückstand die Partie noch zu gewinnen.

Der Absturz: Nach dem Traumstart folgte die Ernüchterung: Nur zwei Siege aus 15 Partien sind die mit Abstand schlechteste Bilanz aller Zweitligisten zwischen Spieltag zehn und 24. Aus wirtschaftlicher Sicht besonders bitter, dass die Joker sechs Mal in Folge auf eigenem Eis verloren. Dementsprechend musste der ESVK neben dem Absturz in der Tabelle auch einen empfindlichen Rückgang der Zuschauerzahlen beklagen. Tiefpunkte waren das grausame 2:3 gegen Bremerhaven und die Lehrstunde in München (1:7).

Hoffnungsschimmer: Mit dem ersten 'Dreier' seit Ende Oktober sorgten die Joker am Freitag in Riessersee (7:2) für ein Lebenszeichen. Am Sonntag in Freiburg sicherte sich der ESVK dank eines tollen Endspurts immerhin einen Zähler (4:5 n.V.). Grund für die jüngsten Erfolgserlebnisse sind sicher auch die Reihenumstellungen von Coach Ken Latta. Vor allem der Schachzug, mit Anton Saal, Dominic Krabbat und dem Japaner Go Tanaka drei Sorgenkinder zusammen in einen Block zu stellen, scheint sich auszuzahlen.

Die Überflieger: An erster Stelle ist hier die Paradereihe zu nennen. Dass das kongeniale Duo, Jordan Webb (mit 47 Punkten Bundesliga-Topscorer) und Rob McFeeters, die zweite Liga ähnlich dominieren würde, wie in den beiden Vorjahren die Oberliga, war nicht zu erwarten. Fast noch überraschender ist die Tatsache, dass Youngster Daniel Oppolzer mit 13 Saisontreffern der viertbeste deutsche Torjäger der gesamten Liga ist. Doch auch 'Oldie' Petr Sikora (23 Punkte) und Neuzugang Mike Wehrstedt (16 Tore) übertreffen mit ihrer Statistik die Erwartungen. In der Defensive sind vor allem Emil Ekblad, Kapitän und Herz der Mannschaft, Youngster Christof Assner und Jakub Körner (sechs Tore/16 Punkte) mit seinen ungeahnten Offensivqualitäten hervorzuheben. Im Tor geben weder Thomas Tragust noch Ersatzmann Florian Hechenrieder Anlass zur Kritik.

Die Prognose: Wenn es dem ESVK gelingt, endlich kontinuierlich – vor allem zu Hause – zu punkten, wird er sicher weich landen und zwar in den (Pre-)Play-offs. Dazu muss Kaufbeuren mindestens vier Teams hinter sich lassen. Allerdings ist der Aufsteiger darauf angewiesen, dass sich keiner der Leistungsträger verletzt. Einen solchen Ausfall kann der dünne Kader nicht auffangen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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