Eishockey
Duell mit Play-off-Charakter

Trotz der unterschiedlichen Gemütslage nach dem Spiel waren sich die beiden Trainerfreunde Ken Latta und Rico Rossi bei der Beurteilung der Partie einig. «Es war ein enges Spiel, das aufgrund von Tempo und Stimmung bereits Play-off-Charakter hatte», berichteten beide Übungsleiter unisono.

Dass es an diesem Abend zu keinem Torfeuerwerk kommen sollte, dafür waren zwei ganz starke Torhüterleistungen verantwortlich. «Den hätten sie auch eine Woche später verpflichten können», sagte Stefan Vajs mit Respekt vor der Leistung von Falken-Goalie Kellen Briggs, der die Kaufbeurer Stürmer über 60 Minuten zur Verzweiflung brachte.

Allerdings ließen die Joker auch etwas den Esprit der jüngsten Heimspiele vermissen. «Nach dem Pfostentreffer von Petr Sikora im ersten Drittel hatte ich schon ein komisches Gefühl im Bauch», verriet Ken Latta nach dem Spiel. Jedoch hatten es die Kaufbeurer mit den Gästen aus Heilbronn auch mit einem Hochkaräter der zweiten Bundesliga zu tun, die ebenfalls große Ambitionen auf die Play-offs hegen.

«Durch zahlreiche Ausfälle mussten wir in der Defensive sehr konsequent arbeiten, doch meine Mannschaft hat dies taktisch sehr gut umgesetzt», so die lobenden Worte von Rico Rossi an sein Team.

Fehlende Effizienz im Überzahlspiel

Allerdings gab der Heilbronner Trainer zu, dass die Partie durchaus auch in die andere Richtung hätte gehen können. Ein entscheidendes Detail aus Kaufbeurer Sicht war diesmal sicherlich die fehlende Effizienz im Überzahlspiel. «Bei sechs Power-Play-Situationen im zweiten Drittel musst du einfach mal ein Tor machen», so Stefan Vajs, der dazu jedoch nichts beitragen konnte. Dass die Falken dann ausgerechnet aus einem Überzahlspiel das entscheidende 0:1 erzielten, wurmte den jungen Kaufbeurer Torhüter umso mehr. «Ich konnte den verdeckten Schuss leider nur kurz abwehren und dann war der Stürmer zur Stelle», beschreibt Vajs die Situation.

Schmerzlich vermisst wurde ab dem zweiten Drittel Torjäger Mike Wehrstedt. Bei einem grenzwertigen Check, den der Schiedsrichter als regelkonform auslegte, zog sich der Kanadier eine schwere Gehirnerschütterung sowie eine Prellung der Halswirbelsäule zu. «Als wir ihn in die Kabine brachten, kannte er nicht einmal seinen Namen und wusste auch nicht gegen wen wir spielen», berichtete Mannschaftsarzt Dr. Peter Gleichsner über den Zustand von Wehrstedt.

Kopfschütteln gab es nicht nur bei Trainer Ken Latta auch über die Spieldauer-Disziplinarstrafe für Kapitän Christoph Aßner.

«Ich weiß nicht, in welchem Drittel der Schiedsrichter einen Stockstich gesehen hat, in dieser besagten Situation jedenfalls nicht», ärgerte sich Latta, der sich die Aktion unmittelbar nach Spielende nochmals genau auf Video angesehen hat. Trotz der Niederlage nach sechs Heimsiegen in Serie richtet man beim ESVK bereits wieder den Blick nach vorne, denn die Tabellensituation um die Play-off-Plätze könnte derzeit für die Fans nicht spannender verlaufen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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