Kritik
Druck auf DOSB-Präsident Hörmann: Fehlendes Engagement an seinem früheren Arbeitsplatz?

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann aus Sulzberg (Oberallgäu), steht massiv unter Druck. Sein früherer Arbeitgeber, die zufällig namensgleiche Hörmann-Unternehmensgruppe aus Kirchseeon, wirft dem Allgäuer vor, dass er sich wegen seines ehrenamtlichen Engagements beim DOSB nicht ausreichend um seine Geschäftsführer-Aufgaben gekümmert habe.

Die "Wirtschaftswoche" zitiert aus einem Schreiben von Firmen-Chef Hans Hörmann (87) im Januar diesen Jahres an den DOSB-Chef: "Es enttäuscht uns zutiefst, feststellen zu müssen, dass mein Lebenswerk für Sie nur eine unter mehreren Aufgaben ist. Eine operative Geschäftstätigkeit lässt sich mit Ihrem zusätzlich übernommenen Amt nicht vereinbaren."

Noch im Februar hieß es, Hörmann und die Hörmann-Gruppe hätten sich nach fünfjähriger Zusammenarbeit im gegenseitigen Einvernehmen getrennt. Stattdessen soll es eine fristlose Kündigung gegeben haben, gegen die die Anwälte des Allgäuers nun beim Landgericht München klagen. Ihre Begründung: Der Beirat der Hörmann Holding habe Hörmanns Ehrenamt "unzweifelhaft gebilligt" und "zu keiner Zeit beanstandet". Ein erster Verhandlungstermin ist für den 23. Juni terminiert. wollte sich zu der Angelegenheit mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht äußern.

Pikant: Hörmann soll Anfang Februar, kurz vor der fristlosen Kündigung, sogar angeboten haben, das Amt als Präsident des DOSB aufzugeben." Das sorgt derzeit im Sportverband für heftige Diskussionen. Die FAZ sieht darin sogar eine Gefahr für die deutsche Sportpolitik. In einem Kommentar heißt es: "Hörmann hat sich innerhalb des Sports zumindest für die Wochen und Monate bis zum Abschluss seines arbeitsrechtlichen Verfahrens zur "lame duck" (Lahmen Ente) gemacht. Dem widersprach DOSB-Vorstandschef Michael Vesper: "Alfons Hörmann ist und bleibt DOSB-Präsident. Zu zivilrechtlichen Verfahren im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit äußern wir uns nicht", so Vesper gegenüber dem Sportinformationsdienst.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Montagsausgabe unserer Zeitung vom 21.03.2016.

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