Radsport
Drei Allgäuer fahren beim Rad-Marathon in Tannheim auf das Treppchen

Die Fahrer aus dem Allgäu hielten sich beim 3. Rad-Marathon im Tannheimer Tal gut, Siege gab es aber nicht (wir berichteten). Sekundenbruchteile entschieden über die Siege, die Stefan Kirchmair (Team Tyrol) in 6:22:09 Stunden bei den Männern und Sigrid Mutscheller (Aidlingen/7:21:15) bei den Frauen über 230 Kilometer einfuhren.

Klarer fiel die Entscheidung über 130 Kilometer aus, wo Lokalmatador Christian Strebl (RC Reutte/3:13:30) gewann. Bestzeit der Frauen fuhr Lisa Hempfer (16) aus Leutkirch (3:26). Beste Allgäuerinnen waren Florentine Striegl und Miriam Horn (beide RSC Auto Brosch Kempten) als Zweite und Dritte über 130 Kilometer.

Am Ende hatte Streibl über eine Minute Vorsprung vor Landsmann Gerd Hagspiel und Vorjahressieger Rico Rapps (RSC Kempten). Der Knackpunkt der Strecke war der Gaichtpass. Streibl attackierte in den Steigungen von sieben bis neun Prozent. Dort wird mit rund 25 Stundenkilometern gefahren. Die << kleine Runde >> hat 930, die << große Runde >> fast 3000 Höhenmeter.

Noch am Anfang ihrer Karriere steht die Siegerin der Mittelstrecke, Lisa Hempfer aus Leutkirch (16). Eine gute Minute danach kam mit Striegl aus Wertach (RSC Kempten) eine Allgäuerin überraschend auf Rang zwei. << Ich wusste gar nicht, an welcher Position ich fuhr >>, sagte sie. Teamkollegin Horn wurde Dritte.

Gerade noch rechtzeitig vor dem Wetterumschwung kamen die Schnellsten über 230 Kilometer nach Tannheim zurück. Kirchmair siegte knapp vor Bernd Hornetz (Forchheim/6:22:10). Eng ging es auch bei den Frauen zu. Vorjahreszweite Mutscheller fuhr mit 23 Hundertstel Sekunden Vorsprung (7:21:15,04) vor Verena Krenslehner (RC Reutte) ins Ziel.

Ganz ungetrübt war die Begeisterung bei den rund 1500 Teilnehmern jedoch nicht. Mit der Verlegung eines Abschnitts der Rennstrecke auf den neuen Radweg im Lechtal eckte Organisator Michael Keller bei ambitionierten Hobby-Rennradlern an. Der Kiesbelag sei << unzumutbar und gefährlich >>, klagten manche. Man müsse sich wundern, dass nichts passiert sei. Keller: << Der neue Weg ist sicherer als die Straße. Wenn die Pulks unterwegs sind, ist es verdammt eng auf der Landstraße >>.

Der Rad-Marathon sei ein touristisches Angebot und keine geschlossene Sportveranstaltung.

<< Aufpassen muss man halt >>, appelliert 130-Kilometer-Radler Gerhard Honold aus Rettenberg an die Eigenverantwortung. Dass es im Eifer des Gefechtes bei einem Rennen dieser Größenordnung bisweilen auch zu Vorfällen kommt, zeigte sich schon zu Beginn des Marathons, als es bei Pfronten einen Massensturz im Teilnehmerfeld gab, bei dem allerdings kein Aktiver ernsthaft verletzt wurde.

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