Drastische Änderungen

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Kaufbeuren/Füssen l mib, map l Die Eishockey-Oberliga steht vor gewaltigen Änderungen in der kommenden Saison. Der Oberliga-Sportausschuss und der Aufsichtsrat der Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft (ESBG) haben beschlossen, die Oberliga in eine Nord- und Süd-Gruppe zu teilen, wobei im Süden mindestens zehn, im Norden mindestens acht Klubs starten sollen. Dazu wird die Anzahl der Spiele drastisch reduziert. Sind in der Südgruppe, zu der auch der EV Füssen und der ESV Kaufbeuren gehören, in der Hauptrunde dieser Saison 62 Punktspiele zu absolvieren, werden es im nächsten Jahr nur noch 36 Spiele vor den (ausgeweiteten) Play-offs sein. Zudem wird die Saison erst Anfang Oktober beginnen.

Statt vier sind nur noch drei Ausländer erlaubt, dafür dürfen aber zwölf statt bisher elf Ü21-Spieler auf dem Spielberichtsbogen stehen. Befürwortet wurde schließlich auch das 'Höfner-Modell', wonach ein Pool installiert wird, dem U21-Spieler beitreten können, die keinen Profivertrag bekommen haben und aus dem sich die Klubs nach bestimmten Regularien bedienen können.

Gerade dieser Punkt war ein Hauptanliegen von ESBG-Aufsichtsratsmitglied Erich Weishaupt, der das neue Konzept maßgeblich vorangetrieben hatte (wir berichteten). Mit den Ergebnissen des Treffens am Montagabend ist der Kaufbeurer äußerst zufrieden: 'Das ist ein riesen Ruck in die richtige Richtung.' Er lobt ausdrücklich die Arbeit von DEB-Präsident Uwe Harnos, der viel zu dem neuen Modell beigetragen habe.

Kein Wunder, dass es bei solch einem Umbruch aber nicht nur Lob von den betroffen Vereinen gibt. Welche Auswirkungen genau die drastische Reduzierung der Spiele und eine kürzer ausfallende Saison haben, sei schwer zu sagen. 'Klar ist, dass wir uns einschränken müssen', glaubt der geschäftsführende Vorstand des EVF, Jürg Tiedge.

Einige Kontingentspieler wie auch Trainer seien künftig nicht mehr finanzierbar, gibt er zu bedenken. ESVK-Vorstandsmitglied Andreas Settele meint: 'Bei gleichen Ausgaben haben wir fast eine Halbierung der Heimspiele. Eine Kostenentlastung sehe ich noch nicht.'

Die Reduzierung der Ausländer und die Unterteilung in eine Nord- und eine Südgruppe werden dagegen ausdrücklich begrüßt. Tiedge hatte sich schon früher dafür stark gemacht. 'Das Wichtigste ist, dass jetzt endlich eine Stabilität reinkommt und die Regelung ein paar Jahre Bestand hat', so Settele.

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