Eishockey
Die «Indianer» zeigen in Lindau Moral

Der ECDC Memmingen lebt noch. Nach der 1:8-Klatsche vom Freitag daheim gegen Weiden holten die Indians nach einem 2:6-Rückstand in Lindau noch einen Punkt, unterlagen aber im Penaltyschießen. Nahezu komplett waren die «Indians» in diese Partie gestartet. Nur Tim Tenschert konnte aufgrund einer Fußverletzung nicht mit dabei sein. Denkbar ungünstig verlief freilich der Auftakt: Bereits nach zwei Minuten hatte es durch zwei schnelle Tore des Ex-Memmingers James Nagle im Kasten von Marc Bartsch geklingelt. In der 4. Minute erzielte Johannes Sigl mit einem strammen Schuss von Rechtsaußen den Anschlusstreffer. Die Indians fanden nun langsam ins Spiel. In der 9. Minute verloren sie im Angriffsdrittel den Puck an den pfeilschnellen Dominic Mahren, der auf und davon zog und das 3:1 erzielte.

In der 14. Minute musste Torhüter Marc Bartsch wegen defekter Ausrüstung ausgewechselt werden. Für ihn stand fortan der 19-jährige Sebastian Reisinger im Kasten, der immer besser ins Spiel fand. Schlecht sah er allerdings in der 23. Minute aus, als die Lindauer sich in Unterzahl befanden und sich befreiten. Der Puck prallte hinter dem Tor an die Bande und sprang vors Tor. Der nachgeeilte Mike Dolezal schob den Puck zum 4:1 ein.

Die Indians blieben aber dran. Erneut Johannes Sigl sorgte diesmal von der linken Seite mit einem platzierten Schuss für den 4:2-Anschlusstreffer. Doch dann wurde es bitter: Innerhalb von einer Minute erhöhten die «Islanders» auf 6:2. Das Spiel schien gelaufen und viele rechneten mit einem ähnlichen Ergebnis wie am Freitag. In der 34. Minute verkürzte der ECDC aber erneut.

Manfred Jorde fälschte einen Schuss von Stefan Rott ab. Kurze Zeit später ging Martin Jainz nach einem Check gegen Nacken und wegen übertriebener Härte vorzeitig zum Duschen.

Nicht mehr erwarteten Punkt geholt

Im letzten Drittel nahmen es die Islanders offensichtlich etwas zu locker. Auf jeden Fall bekamen die Indians am Bodensee Oberwasser. Eingeleitet wurde das Ganze durch einen Treffer von Derek Switzer, der einen Schuss von Andreas Schmelcher abfälschte. Die Indians nahmen nun volle Fahrt auf und Lindau kam nur noch gelegentlich zum Angreifen. Andreas Neumann erzielte in der 55. Minute das 6:5. Der ECDC drückte in der Schlussphase permanent auf das Tor der Lindauer. Durch einen Wechselfehler der Insulaner erhielt der ECDC einen Penalty zugesprochen, den Martin Löhle zum viel umjubelten 6:6 verwandelte.

Die rund 150 Memminger unter den 1250 Zuschauern waren aus dem Häuschen. Ein nicht mehr geglaubter Punkt war unter Dach und Fach.

Jim Nagle trifft zwei Mal im Penaltyschießen

Im anschließenden Penaltyschießen behielten die Lindauer durch Treffer von zweimal James Nagle und Peter Kraus die Oberhand. Für Memmingen trafen nur einmal Martin Löhle und Ron Newhook, während Stefan Rott und Martin Löhle im zweiten Durchgang vergaben.

«Die Mannschaft hat ganz, ganz vorsichtig angefangen», analysierte ECDC-Trainer Joachim Koch, aber der allererste Schuss war schon wieder drin». Geärgert hat sich Koch insbesondere über die neuerliche Spieldauerstrafe, die Martin Jainz kassiert hat: «Wir müssen besonnener sein.»

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