Streethockey
Deutsche Streethockey Nationalmannschaft siegt mit 6:3 über Weltmeister Tschechien in Kaufbeuren

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So viel Trubel hat ein Streethockey-Länderspiel einer deutschen Nationalmannschaft noch nicht gesehen - und das Team um Trainer Dieter Hegen sorgte dafür, dass es auch noch ein historisches wurde. Mit 6:3 besiegten die deutschen Fiesler am Samstagabend im WM-Testspiel den amtierenden Weltmeister Tschechien vor etwa 1000 Zuschauern in der Kaufbeurer Sparkassen-Arena.

Viel Werbung wurde für die Partie im Vorfeld betrieben, viel positive Werbung machten nun auch die Verantwortlichen und die deutsche Auswahl mit diesem Erfolg für ihre Sportart. Im Gespräch mit der AZ zieht Mitorganisator Marc Paitzies (37), Präsident des noch jungen Verbandes << Streethockey Basis >> (DSHB), Bilanz der Veranstaltung und blickt ebenso in die Zukunft.

Herr Paitzies, hat denn die Vorfreude auf dieses Streethockey-Großereignis überwogen oder doch die Nervosität?

Marc Paitzies: Klar war die Vorfreude riesig auf so einen Event. Wir haben mit unserem Organisationsteam über drei Monate darauf hingearbeitet. Aber ein wenig Nervosität war schon auch dabei. Sowohl Verband als auch Mannschaft wollten sich eben bestmöglich präsentieren.

Für ihren jungen Verband war es die erste große Bewährungsprobe. Lief alles nach Wunsch?

Paitzies: Letztendlich lief es sogar besser als erhofft. Es hat sich gezeigt, dass wir an alles gedacht haben - so ist zumindest die Resonanz bislang. Bei den Zuschauereinnahmen haben wir vorsichtig kalkuliert und die Erwartungen bei Weitem übertroffen.

Mit der Kulisse waren sie also zufrieden? Die wenigsten der deutschen Spieler haben ja schon einmal vor 1000 Zuschauern gefieselt

Paitzies: Das war schon etwas Besonderes für die Mannschaft und ein kleiner Vorgeschmack auf die Weltmeisterschaft, wo es noch mehr Zuschauer geben wird. Ihre tolle Leistung hat natürlich zur guten Stimmung beigetragen. Die Leute sind mitgegangen und das deutsche Team hat sie gut unterhalten. Was will man mehr?

Sind Sie sehr überrascht über diesen deutlichen Sieg gegen den haushohen Favoriten Tschechien?

Paitzies: Das sind wir alle - auch wenn dass wohl größtenteils die U20 der Tschechen war, die gespielt hat. Die ist aber auch Weltmeister. Einen solchen Erfolg gegen diesen Gegner gab es im deutschen Streethockey jedenfalls noch nie. In diesem Sinne ist das schon ein historisches Ergebnis, das anspornt und Mut macht für die WM. Hut ab vor dem Auftritt dieser deutschen Mannschaft.

Welchen Anteil hat Cheftrainer Dieter Hegen, seines Zeichens Kaufbeurer Eishockeylegende, daran? Er hatte ja nur wenig Zeit, um sein Team einzustellen

Paitzies: Ihn zu verpflichten, war ein absoluter Glücksgriff. Er ist ein großes Vorbild, nicht nur die vielen Eishockeyspieler im Team schauen zu ihm auf. Auch die anderen Mannschaften haben Respekt vor seinem Namen. Man sieht, dass er Spaß daran hat, mit den Jungs zu arbeiten und viel bewegen will im deutschen Streethockey. Mit ihm haben wir die richtige Galionsfigur.

Was muss im deutschen Streethockey grundsätzlich in der nächsten Zeit noch so alles passieren?

Paitzies: Es gibt viel zu tun. Das Wichtigste ist: Wir brauchen mehr Mannschaften in Deutschland und wollen ihnen den Einstieg in diese Sportart möglichst leicht machen. Je mehr Mannschaften antreten, desto höher steigt der sportliche Wert und desto interessanter wird Streethockey für Sponsoren und Medien.

Über allem steht die Aufgabe des DSHB, den Sport insgesamt populärer zu machen.

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