Heimspiel
Deutliche Derby-Niederlage für die Kemptener Sharks

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2117 – so viele Zuschauer kamen zum heiß ersehnten Derby Kempten gegen Füssen, und die sollten nicht enttäuscht werden. Zwar gewann am Ende der EV Füssen klar, aber das Spiel verlief anders als es das Ergebnis vermuten lässt und die Hausherren lieferten über weite Strecken eine achtbare Partie ab.

Das erste Drittel begann gleich mit einem Paukenschlag, Tobi Epp war nach knapp fünf Spielminuten enteilt, er traf aber nur den Pfosten. Schnell war klar, dass die Sharks sich vor vollem Haus nicht die Blöße geben wollten und so war dieses Startdrittel ein Spiel auf Augenhöhe.

Chancen hüben wie drüben, zwei gut aufgelegte Torhüter und ansehnliche Spielzüge prägten die ersten zwanzig Minuten. Eine Überzahlsituation für Füssen brachte in der zehnten Minute das 1:0, ein mehrfach abgefälschter Schuss fiel glücklich hinter die Linie. Schade nur, dass im Gegenzug die Gastgeber eine doppelte Überzahl nicht in ein Tor ummünzen konnten.

Auch das 0:2 zu Beginn des Mittelabschnitts bedeutete nicht das Ende für die Sharks. Bis zur Halbzeit lieferten sie einen tollen Kampf ab und wurde für ihre Bemühungen leider nicht belohnt. Entweder sie scheiterten am Torhüter der Füssener, oder Fuß, Schläger oder andere Körperteile verhinderten den Anschlusstreffer.

Bei angezeigter Strafe gegen sich kassierten die Gastgeber dann den Treffer zum 0:3 und kurz vor der Pause noch das 0:4, besonders hier wurde klar, warum Füssen mehr als nur ein Favorit in der Landesliga ist. Zu diesem Zeitpunkt waren mehrere Kemptener Spieler kurzfristig angeschlagen, Eugen Scheffer wurde genäht, Andreas Ziegler bekam einen Schuss ab, beide bissen aber bis zum Ende auf die Zähne und gaben alles für ihre Farben.

Die letzten zwanzig Minuten sorgten dann zunächst für den Genickbruch durch einen Doppelschlag der Füssener in Minute 44, zunächst mit einem Mann weniger auf dem Eis, dann durch einen blitzschnellen Konter und beim Stand von 0:6 waren auch die letzten Zweifel am Sieger ausgeräumt. Nicht aber der Kampfwille der Mannschaft von Jan Mühlberger gebrochen.

Die warf nochmal alles in die Waagschale was sie hatte und auch wenn es kurz darauf sogar 0:7 hieß waren sie nicht gewillt hier ohne einen Treffer vom Eis zu gehen. Und so zeigten sie nach wie vor Einsatz und Herz und kamen durchaus verdient zwei Minuten vor Schluss zum 1:7 durch ihren Kapitän Alex von Sigriz. Bezeichnend wie dieses Tor zu Stande kam, denn von Sigriz setzte so vehement nach, dass er die Scheibe über die Linie arbeitete.

Und auch wenn taten sich in der Vorbereitung Bayernligisten wie Memmingen und Buchloe mehr als schwer, der ESC Kempten schlug sich achtbar und machte deutlich, dass diese Saison noch mit ihm zu rechnen sein wird.

Bleibt zu hoffen, dass die heute so zahlreich erschienenen Zuschauer das genauso honorieren und zu den nächsten Heimspielen kommen. Das Derby war auf jeden Fall beste Werbung fürs Kemptener Eishockey und die Mannschaft hat die Unterstützung im Winter mehr als verdient.

Jan Mühlberger war nach der Partie auf jeden Fall Stolz auf seine Mannschaft auch wenn das Ergebnis den Einsatz und das Herz nicht widerspiegelt, jeder Spieler hat sich voll rein gehauen und mit ein bisschen Glück sieht es auf der Anzeigetafel etwas schöner für uns aus. Nächste Woche gegen Bad Wörishofen wird sich zeigen, was wirklich in meiner Mannschaft steckt.

Am Freitag sind die Sharks zu Gast in der Kneippstadt, das nächste Heimspiel steigt gegen den EV Bad Wörishofen am Sonntag, 23.10 um 18:00 Uhr.

Autor:

Redaktion all-in.de aus Kempten

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