Derby-Pleite schockt FC Kempten

Von Tobias Schuhwerk
| Kempten Ausgerechnet Allgäu-Rivale 1. FC Sonthofen hat den FC Kempten gestern Abend tief in die Krise geschossen: Die Oberallgäuer führten das Tabellenschlusslicht über weite Teile des Spiels vor, lagen bereits mit 3:0 in Front, ehe sie schließlich mit 3:2 gewannen. Geschockt von der schwachen Leistung seiner Mannschaft zog FCK-Trainer Milovan Radenkovic seinen Rücktritt in Erwägung. «Ich werde eine Nacht darüber schlafen und mich dann entscheiden», kündigte der 31-Jährige an. Jubel dagegen bei den Sonthofenern: «Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen», lobte Trainer Alexander Methfessel.

Für die seit Dezember 2007 sieglosen Kemptener kam es knüppeldick. Bereits mit dem ersten Spielzug hatte Sonthofen durch den überragenden Christian Binde eine Chance, die Torhüter Metz parierte. Wenig später jedoch ballerte Binde den FCK buchstäblich weg: Nach Vorarbeit von Roland Burger traf der wuselige Stürmer zum 1:0 (10.) und verwandelte sechs Minuten später eine schnell ausgeführten Freistoß von Yusuf Bakircioglu zum 2:0.

Als ob die frühen Gegentore nicht genug wären, haderte der FCK nun mit dem Schiedsrichter. Einen Elfmeter forderten die Fans, als Felix Thum von FCS-Torhüter Liebherr gebremst wurde (37.). Noch mehr Unmut dann in der 38. Minute, als Marcus Fenzl nach einem Foul an Binde Rot kassierte. «Beides hätte man anders pfeifen können.

Aber unterm Strich war das nicht spielentscheidend», sagte FCK-Boss Stefan Zeiler. Abgesehen von einer FCK-Chance von Klaus Schlachter (41.) blieb Sonthofen am Drücker und wurde von seinen Fans lautstark unterstützt. Sie spürten: Hier wird eine Wachablösung vollzogen! Sonthofen etabliert sich endgültig als Allgäuer Nummer zwei hinter dem FC Memmingen. Das 3:0 durch Bakircioglu (47.) lieferte ein weiteres Argument dafür.

Trainer schmollt auf der Bank

Von Kempten gabs fast nichts zu sehen - das galt auch für Trainer Radenkovic. Statt Kommandos zu geben, schmollte er auf der Bank. «Ich war maßlos enttäuscht», rechtfertigte er sich später. Erst ab der 60. Minute kam sein Team besser ins Spiel. Nach Kopfballtoren von Dominic Klement (76.) und Felix Thum (88.) wurde es kurzzeitig sogar noch spannend.

«Wir haben super angefangen. Aber wir ziehen unser Spiel noch nicht voll bis zum Schluss durch», bilanzierte Matchwinner Binde. FCK-Routinier Kevin Siegfanz ärgerte sich derweil über ein «Fehlpass-Festival», das sein Team zwei Drittel lang geboten habe. Den Trainer nahm er ausdrücklich in Schutz: «Der ist die ärmste Sau.»

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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