Squash II
Der Abstiegskampf geht weiter

Es hat sich nichts geändert. Der 1. Squash-Club Kempten hängt auch nach dem Doppelspieltag in Königsbrunn in der 2. Bundesliga durch. Die zwei Unentschieden gegen Gastgeber Königsbrunn und Ulm (jeweils 2:2) werfen die Allgäuer nicht zurück, bringen sie allerdings auch nicht entscheidend nach vorne im Kampf gegen den Abstieg. Dennoch war Trainer Norbert Mayr (40) «nicht unzufrieden. Es hätte auch ganz anders ausgehen können.»

Waren vor dem Spieltag vier Punkte auf der Rechnung von Mayr gewesen, war er am Ende mit drei einverstanden, weil Ulm mit Profi Matthieu Castagnet aus Frankreich angetreten war. «Wir haben diesen Punkt unserem englischen Profi Jaymie Haycocks zu verdanken. Er hat zwei Sätze gegen den Franzosen gewonnen und uns damit wegen der mehr gewonnenen Sätze einen Zusatzpunkt gesichert.»

Der könnte am Ende viel wert sein, wenn abgerechnet wird. Wie es aussieht wird Kempten bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen. Der Verjüngungsprozess der Mannschaft verläuft problematischer, als vermutet.

«Wir stehen doch nicht umsonst unten», sagt Mayr. «Wir müssen uns jeden Sieg hart erkämpfen. Aber wir haben dafür ein junges Team mit Perspektive.» Möglicherweise kommt die zweite Liga vor allem für Nachwuchsmann Johannes Herz (16) noch ein Jahr zu früh.

Aus der Schusslinie genommen

«Man muss aber auch sehen, dass er nicht an Position 3 eingeplant war und gegen Simon Vaclahovsky kann man auch mal verlieren», nimmt Mayr den U17-Nationalspieler aus der Schusslinie. «Er hat dieses Mal einen Aussetzer gehabt. Aber genau das ist jedem von uns schon einmal passiert. Das ist kein Beinbruch.»

Viel lieber weist Mayr auf die positiven Aspekte des Spieltags hin. «Timo Wernhard hat mich äußerst angenehm überrascht. Er weiß, was er will und was er kann. Er hat unter Druck seine Leistung gebracht.» Sein Sieg gegen Ulm war die Basis für das gute Unentschieden, da er dabei keinen Satz abgab.

Auch der frühere U15-Team-Europameister Ken Gibson erfreute Kemptens Coach. «Er hat Disziplin und Willen gezeigt und bietet sich mehr und mehr an, auf Position 3 zu spielen. Sein Problem ist nur, dass er zwei Spiele hintereinander kräftemäßig noch nicht durchsteht.» Gibson kämpfte den Königsbrunner Thorsten Fuchs nach verlorenem ersten Satz anschließend in äußerst beeindruckender Weise nieder. Noch vor Kurzem hatte Gibson bei einem Ligaspiel in der Schweiz gegen Fuchs den Kürzeren gezogen.

Die beste Nachricht aus Königsbrunn aber lieferte Profi Haycocks. Er nahm dem Franzosen Castagnet, der in der Weltrangliste weit vor ihm steht, zwei Sätze ab und sicherte den Zusatzpunkt gegen Ulm. Und er schlug den Königsbrunner Profi Marc Rogers eindrucksvoll.

Mayr: «Die Liga ist in dieser Saison stark. Mehr als Platz sechs oder sieben ist für uns sicher nicht drin.»

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