Eishockey
Das Tagesziel erreicht

Der ESV Kaufbeuren trat am Mittwoch bei den Schwenninger Wild Wings an. Zunächst hielt er noch gut mit, musste sich vor 3803 Zuschauern am Ende aber mit 3:5 (0:2, 2:0, 1:3) dem Tabellenführer beugen. Ein Gegentreffer in eigener Überzahl war dabei schwerwiegend.

Bei den Wild Wings konnte Matthias Forster überraschend mitwirken, so dass Trainer Axel Kammerer doch vier Sturmreihen aufzubieten hatte. Der etatmäßige Verteidiger Peter Kathan lief im Angriff auf und Dan Hacker fuhr als Mittelstürmer Doppelschichten. Die Gastgeber gingen in der vierten Minute in Front. Goalie Stefan Vajs konnte einen absolut harmlosen Schuss von Maximilian Hofbauer nicht festhalten. Nur zwei Zeigerumdrehungen weiter fiel bereits das 2:0. Wieder war der 22-jährige Allgäuer Keeper beteiligt, er ließ die Schüsse von Radek Krestan und Marcus Götz nur prallen und Hacker konnte die Scheibe über die Linie bugsieren. Der Tabellenführer bestimmte aber auch so die Partie, allerdings war Kaufbeuren durch Konter gefährlich. So in der 15. Minute, als Mike Wehrstedt alleine vor dem Schwenninger Kasten auftauchte, Tormann Steve Silverthorn jedoch abwehrte.

Vehement beschwert

Zum Ende des ersten Drittels kassierte der Kaufbeurer Trainer Ken Latta eine kleine Bankstrafe, er hatte sich zu vehement bei Schiedsrichter Carsten Lenhart über nicht geahndete Fouls beschwert. In der 25. Minute durften die mitgereisten 200 Kaufbeurer Fans dann aber doch erstmals jubeln. Anton Saal brachte einen Rückhandschlenzer zum 1:2 aus Gästesicht unter. Eine kuriose Szene zur Spielhälfte, Goalie Vajs hatte seinen Schläger verloren, konnte aber dennoch gegen Robin Just klären. Einen fantastischen Angriff münzten die Allgäuer in den Ausgleich um, Mark Soares hatte Scott Dobben mustergültig bedient. SERC-Trainer Axel Kammerer nahm eine Auszeit. «Ja, was ist denn des, Schwenningen ist nervös», sangen die Kaufbeurer Fans.

Die hartumkämpfte Partie war jetzt wieder völlig offen. Die Wild Wings wollten unbedingt erneut in Führung gehen, bei einem tollen Zuspiel von Just konnte Hacker den Puck nicht unter Kontrolle bringen. Zum Ende des Mitteldrittels nahm dann auch noch ESVK-Coach Latta eine Auszeit.

Pech in der 42. Minute

In der 42. Minute Pech für Kaufbeuren: Daniel Menge traf nur den Pfosten. Die Begegnung war nun ungemein spannend, es ging rauf und runter. In der 54. Minute gab es ein Überzahlspiel für Kaufbeuren. Doch nun kam der Knackpunkt des Spiels. Die Gäste sicherten die blaue Linie nicht gut genug ab, die Schwenninger liefen einen Konter, Pinizzotto legte die Hartgummischeibe auf Hacker und der netzte zum 3:2 ein. Eine Zeigerumdrehung weiter, das 4:2. Max Hofbauer leistete eine super Vorarbeit, der Puck kam schließlich zu Christoph Melischko und der traf ins Schwarze.

Das war aber noch nicht der endgültige Knockout für die tapfer kämpfenden Allgäuer. Latta nahm den Keeper heraus und Mike Wehrstedt traf bei sechs gegen fünf Feldspieler in das SERC-Tor (58.). 33 Sekunden später war allerdings Hacker mit einem Fernschuss in den leeren Kaufbeurer Kasten erfolgreich, der US-Amerikaner konnte sein drittes Tor am Abend und den Sieg seines Teams bejubeln. Die Schwenninger fuhren ihren sechsten Heimsieg in Folge ein. Die Kaufbeurer hatte den Spitzenreiter aber, wie von Coach Latta ausgegeben, mit aggressivem Spiel in Verlegenheit gebracht.

 

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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