Kaufbeuren
Das Kollektiv siegt weiter

In der vergangenen Saison hätte Christof Aßner das Ende dieses Spiels wohl von der Ersatzbank aus erlebt. Spielstand 2:2 und nur noch wenige Minuten bis zur Schlusssirene. Sprich: Kein Platz auf dem Eis für Verteidiger fünf oder sechs. Doch in dieser Spielzeit ist alles anders. Wie schon in den Partien zuvor bekam der 21-Jährige vor 2011 Zuschauern gegen Dresden in Über- wie Unterzahl und bis zur letzten Sekunde des Spiels das Vertrauen von Trainer Ken Latta. Und «Assi» zahlte es zurück. Nicht nur bei seinem satten Schlagschuss in der 58. Spielminute, den Jordan Webb zur erlösenden 3:2-Führung in die Maschen lenkte, auch ansonsten überzeugte der Verteidiger erneut mit einer soliden und nahezu fehlerfreien Leistung.

Dass an diesem Abend trotz des 4:2-Erfolgs über die Dresdner Eislöwen, mit dem der ESV Kaufbeuren weiter an der Tabellenspitze der zweiten Eishockey-Bundesliga marschiert, die Top-Verteidiger Emil Ekblad und Jakub Körner einen ihrer bis dato (minimal) blasseren Tage erwischten, passt dabei ins Bild. «Wenn einer einen Fehler macht, springt sofort ein anderer ein und bügelt ihn aus», betont Aßner: «Wir sind einfach ein Team, auch außerhalb der Kabine. Und das merkt man auf dem Eis, wenn wir enge Spiele am Ende gewinnen.»

Und eng war es zweifelsohne auch am Freitagabend wieder. Nach einer verdienten 1:0-Führung (18.) im ersten Drittel gab der ESVK im Mittelabschnitt das Heft mehr und mehr aus der Hand. Dresden drückte auf den Ausgleich - das Tor erzielten jedoch die Joker (39.

). «Kaufbeuren ist in der Defensive sehr gut gestanden und hat uns das Leben schwer gemacht Und in den entscheidenden Szenen hatten sie immer eine Antwort parat», bilanziert Gäste-Trainer Thomas Popiesch nach Spielende. Seine Eislöwen waren im letzten Dritten zwar noch einmal auf 2:2 herangekommen, doch wie schon in der Vorwoche gegen Landshut entschied der ESVK das Spiel in einem wahren Krimi in den letzten Minuten für sich. Keine Frage, die Moral stimmt bei den Jokern. Das weiß auch Latta: «Die Mannschaft zeigt Charakter. Sie arbeitet jedes Spiel bis zum Schluss konzentriert weiter. Und dann passieren solche Siege eben.»

Intensives Fitnesstraining

Hart an sich gearbeitet hat auch Christof Aßner. In seiner vierten Spielzeit bei den Jokern scheint der 21-Jährige den Sprung vom Talent zum Leistungsträger geschafft zu haben. «Dafür habe ich im Sommer hart trainiert», verrät er. Seither steht ihm ein persönlicher Fitness-Coach zur Seite. Das Ergebnis ist augenscheinlich: Sowohl optisch als auch auf dem Eis ist die verbesserte Physis deutlich zu erkennen. «Assi arbeitet intensiv an sich», lobt auch Latta. «Ich bin sehr zufrieden mit seiner Leistung. Aber der Weg ist noch weit. Er hat noch viel zu tun.»

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