Formel 3
Daniel Abt will in Macao durchstarten

30 Fahrer aus 17 Nationen, der schwierigste Stadtkurs der Welt und eine überwältigende Atmosphäre: Das sind die Zutaten für den Grand Prix im asiatischen Macao. Dort will der Kemptener Rennpilot Daniel Abt am Samstag und Sonntag erneut aufs Podium flitzen. Somit könnte der 18-Jährige bei der inoffiziellen Formel-3-Weltmeisterschaft eine eher mäßige Saison mit einem Knaller beenden: Mit einer Top-Platzierung hat er die Chance, eine Lizenz für die Formel 1 zu ergattern.

Nach 2010 startet der Allgäuer zum zweiten Mal auf dem Stadtkurs Guia Circuit. Seine Erinnerungen an das Vorjahr sind ausgesprochen positiv, schob er sich doch auf Platz drei. 'Es waren zwar nur zehn Runden, aber so erschöpft wie da war ich noch nie nach einem Rennen.

Die Leistungsdichte beim Grand Prix ist einfach so hoch.' Wieder mit dabei in der portugiesischen Kronkolonie Macao sind Abt-Marketingchef Harry Unflath und DTM-Teamchef Hans-Jürgen Abt, der seinem Sohn die Daumen drückt: 'Daniel will einfach gewinnen.'

'Alle Heißsporne'

Vor einem Jahr lag Daniel im zweiten Rennen zeitweilig in Führung, musste dann aber nach einer Kollision und dem Einschlag in die Leitplanken aufgeben. Aber das ist typisch für die Straßenschluchten von Macao:

Sieg und Niederlage, Triumph und Tragödie liegen ganz eng beisammen. 'Das sind alle Heißsporne und jeder hat den Anspruch, ganz vorn zu sein', beschreibt Vater Abt die Ausgangslage.

Beim ersten Training schlug sich der 18-jährige Kemptener gestern gut. Unflath zollte Respekt: 'Dieser enge Stadtkurs verlangt ganz besonders viel Mut. Hier geht alles ganz schnell und man sieht nicht, was hinter einer Kurve kommt oder steht.

' Langen Geraden dicht am Wasser des Fährhafens, auf denen man Top-Speed fahren kann, folgt eine 90-Grad-Kurve, die man im Schritttempo fahren muss. Die Piste ist eng, buckelig, mit Steigungen und Gefälle, einer Haarnadelkurve und vielen Mauern direkt an der Strecke.

Auf Geraden überholt

Daniel Abt sitzt wieder im Cockpit seines Dallara Volkswagen des Teams Signature. Während der Formel-3-Saison zeigte das Auto immer wieder Leistungsprobleme, beim letzten Rennen in Hockenheim wurde der Allgäuer sogar auf einer Geraden überholt.

Daniels formuliert seine Strategie fürs Finale so: 'Rang drei im Quali-Rennen – warum nicht? Im Hauptrennen würde ich die Führung dann aber gern bis ins Ziel bringen.' Ein gutes Abschneiden ist für den Spross der Abt-Familie sogar doppelt wichtig, denn der Grand Prix ist gleichzeitig die letzte Station der 'FIA Formula 3 Trophy'.

Der Meistertitel dieser neu geschaffenen Wertung ist bereits an den Spanier Roberto Merhi vergeben, aber die ersten drei der Gesamtwertung erhalten die FIA-Superlizenz, die unter anderem zum Start bei Formel-1-Rennen berechtigt.

Nach vier der fünf Veranstaltungen liegt Daniel Abt mit knappem Vorsprung auf Rang drei.

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