Radsport
Christian Strebl aus Vils führt im Vorfelds des Marathons im Tannheimer Tal eine Ausfahrt an

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Mit Regentropfen im Gesicht und einem Ex-Profi im Sclepptau hat sich am Mittwoch Hobbyradler Christian Strebl auf den Rennradsattel geschwungen. Der 47-jährige Österreicher aus Vils bei Füssen hat eine Ausfahrt angeführt, die im Vorfeld zum Radmarathon im Tannheimer Tal am Sonntag stattfand. 150 Kilometer waren eigentlich geplant. Schlussendlich ist die Gruppe um Ex-Profi Gerrit Glomser (36), die sich vom Wetter nicht abhalten ließ, nur 80 Kilometer gefahren. «Es war zwar nur eine kleine Ausfahrt, aber die hat sich allein schon wegen dem Schwätzchen mit Gerrit gelohnt», zeigt sich Strebl begeistert. Für den Vilser war die Ausfahrt eine gute Gelegenheit, sich auf den Marathon am Sonntag vorzubereiten. Drei Distanzen stehen dort zur Auswahl (siehe Info-Kasten): 230 Kilometer, 130 Kilometer und der << Bergsprint >> mit 63 Kilometer - und schon vor Anmeldeschluss steht ein neuer Rekord bei der Teilnehmerzahl fest. << Bis jetzt sind es 1550 Radler, die mitmachen wollen. Wir rechnen alles in allem mit etwa 1800 Teilnehmern, die am Sonntag schließlich in die Pedale treten werden >>, berichtet Organistations-Chef Michael Müller stolz.

<< Nett und sympathisch >>

Die kleine Gruppe, die mit Ex-Profi Glomser unterwegs war, wird dannn wahrscheinlich in der Masse untergehen. Dafür hatte sie - auch wenn schlechtes Wetter war - exklusiv die Möglichkeit, dem Experten Glomser ein paar Tipps zu entlocken. << Er ist ein netter, sympathischer Typ. Gerrit ist auf die Leute in der Gruppe zugegangen und hat sich mit ihnen unterhalten. Ich glaube, das hat ihm getaugt >>, ist Strebl voll des Lobes über seinen Kollegen.

Luft zum Reden während des Radelns hatte Strebl genug, denn er ist Marathon-Spezialist und fährt gerne lange Strecken. << Bei unserer Tour ist aber jeder mitkommen >>, sagt der Österreicher, der schon seit 20 Jahren vom Rennrad-Fieber gepackt ist. Zahlreiche Erfolge hat der Schichtarbeiter eines Zementwerks als Hobbysportler schon erreicht. Beim 1.

Tannheimer Radmarathon 2009 war er über 230 Kilometer Zweiter und im vergangenen Jahr Dritter. Er kennt die Strecke und deren Tücken. << Heuer fahre ich nur 130 Kilometer >>, erzählt Strebl. Der Hauptgrund: << Ich schrecke vor dem Hahntennjoch zurück. Da werden viele Höhenmeter gemacht. Das ist ein harter Brocken. >>

Dieser Meinung ist auch Glomser. << Das Hahntennjoch hat es schon in sich, ist aber nur eines von vielen Hindernissen zum Sieg. >> Viele Teilnehmer kennen die Strecke bereits. 90 Prozent der Starter kommen übrigens aus Deutschland. << Wir sind im Grunde eine deutsche Veranstaltung auf österreichischem Boden >>, sagt OK-Chef Müller, dem etwa 300 Helfer zur Seite stehen. << Wir freuen uns vor allem wieder auf die vielen Allgäuer.

>> Die Konkurrenz aus dem Allgäu fürchtet auch Christian Strebl. << Wenn wieder Fahrer vom RSC Kempten dabei sind, wird es schwer einen vorderen Platz zu ergattern >>, schätzt der 47-Jährige die Rivalen von der Iller stark ein. Er selbst nimmt sich bei den 130 Kilometern einen Platz unter den Top Ten vor - obwohl er schon die Kilometer der Ausfahrt vor dem eigentlichen Rennen in den Beinen hat. Das schlechte Wetter dabei hat ihn aber nicht abgehalten, alles zu geben. << Ich mag kühles Wetter und mir macht es nichts aus, wenn ich Regentropfen abkriege - auch am Sonntag. >> Man spürt: Christian Strebl ist voll motiviert.

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