Schießen
Bodelsberger Schützen im Geschwisterduell

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Es war ein Duell unter Geschwistern. Frau gegen Frau. Die Ältere gegen die Jüngere. Ramona gegen Anja Posch. Im Kampf, beste Einzelschützin in der Gauoberliga mit dem Luftgewehr zu sein, hat die 18-Jährige ihrer zwei Jahre älteren Klubkameradin der Schützengilde Hubertus Bodelsberg ein Schnippchen geschlagen: Am letzten Schießtag des Gaurundenwettkampfes (gegenüberliegende Seite) hat sich Anja Posch auf heimischer Schießanlage mit einem Durchschnitt von 387,22 Ringen gegen ihre Rivalin (386,80) durchgesetzt und wurde zum zweiten Mal in Folge beste Einzelschützin mit dem Luftgewehr.

Seit Wochen im Zweikampf

Seit Wochen lieferten sich die Schwestern, die auch für die FSG Kempten mit dem Kleinkaliber schießen, einen Zweikampf. Ramona legte vor. «Ich bin gut in den Wettkampf gestartet und war besser als Anja», sagt die 20-Jährige. Auch wenn die Jugendleiterin der SG Bodelsberg schon seit 2002 schießt, haben sich während der vergangenen Runde hin und wieder Fehler in den fast schon automatisierten Schießablauf eingeschlichen;

Mit der Folge: Ihre Leistung brach ein. Zweimal hintereinander hat Ramona für ihr Können eher schwache 381 Ringe geschossen. «Es sollte einfach nicht sein. Bei Anja lief es. Sie hat konstant gut geschossen», beschreibt Ramona.

Beide haben dabei ihre Tricks, das Beste aus sich herauszuholen. Und die unterscheiden sich ganz gewaltig. Die 20-jährige Ramona braucht zum Beispiel Hintergrundgeräusche, um sich konzentrieren zu können. Die 18-jährige Anja hingegen schottet sich mit Ohrenstöpseln komplett von der Außenwelt ab.

«Außerdem schieße ich ganz langsam. Dafür bin ich auch schon bekannt», verrät Anja ihren Geheimtipp. Hilfestellung von der Schwester wollen aber beide nicht annehmen. «Da bin ich Ego. In so einer Situation lasse ich mir von ihr nichts sagen», erklärt Anja und Ramona ergänzt: «Schließlich sind wir Konkurrentinnen.»

Patzer am letzten Wettkampftag

Zehn Schießtage umfasst der Gaurundenwettkampf. Mit 390, 383, 388, 392, 388, 381, 391, 389 und 383 Ringen von jeweils 400 möglichen stand die jüngere Posch-Schwester an der Spitze der Bestenliste der Einzelschützen in der Gauoberliga. Mit durchschnittlich nicht mal einem Ring lag Anja vor Ramona am letzten Wettkampftag in Führung. Erst auf der heimischen Schießanlage fiel dann die Entscheidung. Beide machten es spannend und erlaubten sich Patzer.

«Ich habe mich einfach ablenken lassen», ärgert sich Anja über ihre Fehler. Aber auch Ramona verfehlte das Ziel. Sie schoss 380 Ringe. Zu wenige, um ihre kleine Schwester noch vom Thron zu stürzen. Allzu schwer nimmt es die 20-Jährige aber nicht. Schließlich bleibt der Sieg doch in der Familie - und jetzt wird eben nicht nur ein erster Platz gefeiert, sondern gleich ein Doppelerfolg.

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