Fußball
Bayernliga: Kottern erreicht gegen Pullach „nur“ ein 2:2

TSV Kottern - SV Pullach 2:2
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  • Foto: Erwin Hafner
  • hochgeladen von David Yeow

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge haben Spieler, Verantwortliche und Anhänger des TSV Kottern am Dienstagabend die Abt Arena in Sankt Mang verlassen. Für Freude beim Fußball-Bayernligisten sorgte ein äußerst unterhaltsames und technisch hochwertiges Top-Spiel gegen den SV Pullach, für Enttäuschung am Ende nur das Ergebnis. Gegen den Tabellendritten aus dem Isartal, der keine Ambitionen auf den Regionalliga-Aufstieg hat und dennoch kämpfte, als ginge es um die Meisterschaft, reichte es für das Team von Kotterns Trainer Frank Wiblishauser am Ende nur zu einem 2:2 (2:2). Relegationsplatz zwei kann nun aus eigener Kraft nicht mehr erreicht werden. Um die vier Punkte Rückstand auf den TSV Rain noch aufzuholen, benötigen die Kotterner fremde Hilfe.

Stimmen zum Bayernliga-Topspiel

Frank Wiblishauser, Trainer TSV Kottern: „Das hat richtig Spaß gemacht zuzuschauen. Da war alles dabei - man hat zwei Top-Mannschaften der Bayernliga gesehen. Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass wir am Ende noch gewinnen und sich die Jungs belohnen für den Riesenaufwand, den sie betrieben haben. Aber Pullach hat auch brandgefährliche Konter gespielt. Gut, dass wir da immer noch einen Fuß dranhatten, sodass sie nicht zu so vielen Abschlüssen gekommen sind. Trotz allem war es genial, was meine Mannschaft gezeigt hat.

Es war das vierte Spiel in zehn Tagen. Was meine Mannschaft da körperlich an den Tag gelegt hat, war schon mehr als genial. Klar sind wir ein bisschen traurig, dass es nicht zum Sieg gereicht hat. Andi Hindelang hatte kurz vor Schluss noch die große Chance. Schade. Wir werden jetzt vor dem nächsten Topspiel gegen Tabellenführer Heimstetten sehr dosiert trainieren, wollen aber dennoch auch am Samstag auf Sieg spielen. Diese Mannschaft hat sehr sehr viel Herz, das treibt sie permanent an.“

Andreas „Otze“ Meier, Co-Trainer TSV Kottern: „Das war Werbung für den Fußball. Beide Mannschaften haben ein Top-Spiel hingelegt. Für die Zuschauer gab es Chancen hüben wie drüben zu sehen. Letztendlich ist das Ergebnis gerecht, auch wenn wir natürlich gerne gewonnen hätten. Uns war klar, dass sich die Pullacher voll reinhängen und uns die Punkte nicht schenken. Die haben fünf Spiele nicht mehr gewonnen, da wird’s schon ordentlich geraucht haben. Unsere Spieler pfeifen in diesen Englischen Wochen echt aus dem letzten Loch. Wir haben gegen Rain und Pullach jetzt zwar nicht gewonnen, aber immerhin mit einer überragenden kämpferischen Leistung einen Punkt geholt. Jeder haut alles raus. Auch wenn es am Ende nicht reichen sollte für die Relegation, es ist einfach geil, wie die Truppe fightet.

Wenn es überhaupt etwas zu bemängeln gibt, dann dass wir im Zentrum vielleicht manchmal etwas zu tief gestanden sind, aber das ist gegen solche Mannschaften normal. Leider haben wir unsere Chancen diesmal nicht gemacht. Wir können das 3:2 machen, laufen auf der Gegenseite aber brutal in einen Konter hinein. Auch wenn das Gegentor zum 2:2 sehr unglücklich aussieht, wir machen unserem Torwart keinen Vorwurf. Ohne Tobias Heiland wären wir nicht da, wo wir momentan stehen. Jetzt haben wir noch vier Spiele, geben ordentlich Gas und schauen, was dann dabei herauskommt.“

Michael Feneberg, Sportlicher Leiter TSV Kottern: „Ich bin auch schon lange dabei hier in Kottern. Ich denke, das war das beste Bayernliga-Spiel, das wir hier abgeliefert haben. Da auch Pullach alles reingeworfen hat, war es eine tolle Werbung für die Bayernliga. Da war auf beiden Seiten jede Menge Feuer und Engagement drin, und das vor dem Hintergrund, dass beide Mannschaften mit dem Rhythmus zuletzt, Mittwoch – Samstag – Dienstag, ja schon ein extrem hartes Programm zu bewältigen haben. Hut ab.

Zwei Dinge tun trotzdem ein bisschen weh: Zum einen, dass bei beiden Gegentoren vermeidbare Fehler vorausgegangen sind, zum anderen waren wir dem Sieg durch die Großchance von Andi Hindelang schon sehr nahe. Aber es haben ein paar Zentimeter gefehlt. Jetzt kommt am Samstag das nächste schwere Spiel gegen Heimstetten. Ich habe die Relegation noch nicht ganz abgeschrieben. Wenn diese Pullacher Mannschaft weiter so stark spielt, dann wird der TSV Rain am allerletzten Spieltag auch Probleme bekommen. Da kann dann auch alles passieren.“

Gökhan Celik, Offensivspieler TSV Kottern:
„Es war klar, dass es ein schwieriges Spiel wird. Pullach hat viel Qualität in der Mannschaft, aber wir haben gut mitgehalten. Das Unentschieden geht in Ordnung. Heute hat uns das Quäntchen Glück gefehlt, das wir zuletzt auf unserer Seite hatten. Schade, dass es nicht für den Sieg gereicht hat. Wir hatten auch in der zweiten Hälfte zwei, drei richtig gute Chancen, die wir eigentlich nutzen müssen.“

Frank Schmöller, Trainer SV Pullach:
„Es war ein hochklassiges Spitzenspiel. Da war alles drin. Leider haben wir die Standards nicht gut verteidigt. In der zweiten Halbzeit müssen wir die Konter besser zum Abschluss bringen. Unterm Strich können wir mit dem Punkt sehr gut leben. Das war ein Spiel von zwei sehr starken Mannschaften. Dass es für uns in dieser Saison um nichts mehr gehen soll, das wird immer ein bisschen falsch gesehen. Wenn man Fußballer ist, geht man auf den Platz und will gewinnen. Den Anspruch haben meine Spieler.

Hut ab, wie meine Mannschaft hier gearbeitet hat und wie sie unbedingt etwas mitnehmen wollte. Die Jungs haben gezeigt, dass wir zurecht da oben stehen. Kottern spielt körperlich sehr präsent, aus dem Spiel heraus ist ihnen aber nicht gar so viel eingefallen. Da sind wir gut gestanden, bis auf die zweite Minute, wo wir diesen Schnittstellenball zulassen. Sonst waren die Kotterner eigentlich nur nach Standards gefährlich. Die besseren Chancen aus dem Spiel heraus hatten wir.“

Autor:

Thomas Weiß aus Kempten

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