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Memmingen
Bayern-Profi Badstuber: Erst Bundesliga-Debüt, dann ab nach Kiew

Helga Badstuber (52) hat schon viele Fußballspiele gesehen. Doch so mitgefiebert, wie am vergangenen Samstag bei der Partie zwischen der TSG Hoffenheim und dem FC Bayern München, hat sie wohl noch nie. Kein Wunder: Ihr Sohn Holger (20) gab beim 1:1-Unentschieden sein Bundesliga-Debüt für den Rekordmeister. «Da hat man schon feuchte Hände, wenn der Sohn erstmals in der Bundesliga antreten darf. Zum Glück lief alles gut», sagt die Mutter des Allgäuer Senkrechtstarters aus Rot (bei Memmingen), der für den verletzten Demichelis von der ersten bis zur letzten Spielminute in der Abwehr zum Einsatz kam und im Fachmagazin «kicker» die Note drei erhielt. «Das war kein leichtes Spiel. Ich denke, der Holger hat seine Sache ordentlich gemacht», sagt Helga Badstuber und fügt schmunzelnd hinzu: «Das Ergebnis ist natürlich noch ausbaufähig.» Mit Tochter Ute (23) verfolgte sie das Spiel im Sinsheimer Stadion und war stolz auf ihren Sohn. Dieser geht konsequent seinen Weg und setzt das Vermächtnis seines vor wenigen Monaten verstorbenen Vaters Hermann fort, der auch schon den FC Memmingen trainierte.

Gegen die Türkei

Nach dem Spiel ging es für Holger gleich weiter. Er verließ mit dem FCB-Tross das Stadion - und flog am Sonntag bereits mit der U 21-Nationalmannschaft nach Kiew. Dort spielt das deutsche Team im Lobanowski-Pokal am heutigen Dienstag (19.30 Uhr) gegen die Türkei. Absagen für das Turnier musste ein weiteres Allgäuer Top-Talent: Timo Gebhart (21) vom VfB Stuttgart ist wegen einer Adduktorenverletzung nicht dabei. Der U19-Europameister schont sich und hofft darauf, am nächsten Wochenende wieder fit für die Bundesliga zu sein.

Den Saisonauftakt mit den Schwaben hatte er sich anders vorgestellt: Beim deutschen Meister VfL Wolfsburg setzte es am Freitagabend eine 0:2-Niederlage. Wie schon in den letzten Spielen der Vorsaison stand Mittelfeldspieler Gebhart von Beginn an auf dem Platz, wurde jedoch in der 75. Minute für den Brasilianer Elson ausgewechselt. «Ich war unterm Strich zufrieden. Was mir aber fehlt, ist ein Tor. Dann platzt der Knoten», sagte Gebhart später im Familienkreis. Seinen bislang einzigen Treffer für den VfB Stuttgart erzielte er am 26. Februar im UEFA-Cup gegen Zenit Sankt Petersburg. In insgesamt zwölf Bundesligaspielen blieb ihm seither ein Treffer versagt. Übrigens: Gebharts Ex-Klub, 1860 München, machte in der 2. Liga TuS Koblenz mit dem Memminger Frank Wiblishauser (31) das Leben schwer.

Die Löwen gewannen 2:0. «Wibi» (kicker-Note 4) wurde in der 58. Minute ausgewechselt. Optimistisch geht dagegen Michael Mutzel (29/Note 3) aus Greimeltshofen bei Memmingen mit dem Karlsruher SC in die nächsten Spiele. Nach dem 1:1 gegen Aachen sagte er: «Wir sind auf einem guten Weg.»

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