Allgäu
Aus Liebe zum Fußball

Eggenthal/Kaufbeuren Vor drei Jahren war Schluss. Ante Zaja beendete offiziell seine Karriere als aktiver Fußballer. Immerhin 45 Jahre war er alt, als ihn der BSK Olympia Neugablonz verabschiedete. Drei Jahre später steigt der SV Eggenthal in die Kreisliga auf. Das ganze Dorf ist außer Rand und Band. Mittendrin in den Feierlichkeiten: Ante Zaja, der als Mittelfeldregisseur die junge Truppe zu dem Riesenerfolg geführt hat. Mit 48 Jahren wohlgemerkt. «Ich bin 1960 geboren und immer noch 100-prozentig fit. Das ist unglaublich», staunt Zaja selbst.

Vom kroatischen Landsmann, Freund und Spielertrainer der Eggenthaler, Dragan Lazic, hatte sich der Team-Oldie vor einem Jahr bequatschen lassen, das Comeback zu wagen. Zaja, den alle Fußballer und Freunde nur «Toni» nennen, musste nicht lange überlegen. Denn Kicken ist für ihn nicht irgendein Hobby oder Zeitvertreib. «Fußball ist meine Liebe und mein Leben», sagt Zaja mit strahlendem Gesicht.

Seine 48 Jahre sieht man ihm überhaupt nicht an, wenn er braun gebrannt im engen Shirt und mit modisch nach vorne gegelten schwarzen Haaren vor einem sitzt. Das bekommt er auch immer wieder zu hören. «Das Geburtsdatum in deinem Pass ist doch gefälscht», frotzeln schon mal die Fußballerkollegen. Damit auch weiterhin kein überflüssiges Gramm Fett den durchtrainierten Körper belastet, geht Zaja jeden Morgen zum Laufen. Kaufbeuren - Irsee und zurück, also gute zehn Kilometer, sind das Pensum zum Start in den Tag. «Dann bin ich fit für Arbeit und Sport und kann mit dem Stress besser fertig werden», sagt der Inhaber eines kroatischen Restaurants.

Freunde von ihm, mit denen er früher zusammen in der zweiten kroatischen Liga gespielt hat, bringen sichtlich nicht so viel Disziplin auf. «Wenn ich in Split bin, sehe ich schon viele, die gleich nach dem Karriereende einen Bauch angesetzt haben», erzählt Zaja, der am 7. November 2010 seinen 50. Geburtstag feiert. Ans endgültige Karriereende denkt er deshalb aber noch lange nicht: «Erst wenn ich in der Vorbereitung mit den Jungen nicht mehr mithalten kann, höre ich auf.»

«Wie eine große Familie»

Aktuell hat er so viel Spaß wie noch nie am Fußball. «Die Jungs haben großen Respekt vor mir. Dragan Lazic macht eine tolle Arbeit. Alles stimmt in diesem kleinen Dorf. Das ist wie eine große Familie.»

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