Allgäu
Aufstieg wäre machbar

Memmingen (mide). Der Vorsitzende des FC Memmingen, Armin Buchmann (43), hat sein Bekenntnis zur Regionalliga erneuert. «Sollte das Lizenzierungsverfahren nicht verschärft werden und der FCM bis zur Winterpause vorne dabei sein, werden wir melden.»

Beispiel Alzenau

Buchmanns neueste Motivation hat einen Namen: FC Bayern Alzenau. «Dass Alzenau für die Regionalliga zugelassen wurde, zeigt, dass auch kleinere Vereine berücksichtigt werden. Alzenau hat einen Etat von 400000 Euro - also etwas weniger als wir.» Der Deutsche Fußballbund habe erkannt, dass diese Regionalliga ohne kleine Vereine auf Dauer nicht existieren könne. Viele Vereine hätten diese Regionalliga völlig überbewertet «und mit Einnahmen kalkuliert, die diese Liga niemals hergebe. Zieht man diese Veränderung in Betracht, würde der FCM wohl bei einem Regionalligaetat von rund 530000 Euro ab kommender Saison eine Zulassung erhalten, die vor Monaten als unglaubwürdig eingestuft worden wäre.» Als mögliche Einnahmequellen hatte er bereits bei der Jahresversammlung die Fernsehgelder (135000 Euro pro Saison) sowie «mindestens 45000 Euro aus den Bereichen Zuschauerzahlen und Sponsoring genannt.

Dass die «derzeit 160 Geldgeber» dem Traditionsverein in wirtschaftlich schwierigen Zeiten finanzielle Hilfe zugesagt haben, hat Buchmann bestärkt. Zudem könnte der Klub nun Zahlen vorlegen, «die notwendig sind, um in das Lizenzierungsverfahren zur Regionalliga zu gehen. Konkret geht es um die Bilanzen 2007/2008 sowie 2008/2009. So habe der Klub im Geschäftsjahr 2007/2008 einen Gewinn von 27000 Euro gemacht. «Die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres werden wir bei der Jahresversammlung Ende 2009 präsentieren. Ich denke, das Plus wird ähnlich ausfallen wie im Geschäftsjahr zuvor.»

Die Bilanzen aus den beiden Vorjahren müssen Klubs dem DFB innerhalb des Lizenzierungsverfahrens zur Verfügung stellen. Hinzu kommt eine aktuelle Halbjahresbilanz. «Wir müssen erst einmal Wirtschafts-Meister sein, bevor wir Fußball-Meister sind», sagt Buchmann und ergänzt: «Sehr wichtig ist doch, dass wir einen sofortigen Wiederabstieg aus der Regionalliga finanziell verkraften könnten.» Buchmann ist sich bewusst, dass die Entscheidung über Wohl und Wehe im Falle einer Spitzenplatzierung auch andere treffen werden: der DFB und natürlich die Stadt Memmingen. Die Kommune müsste im Härtefall darüber befinden, ob und in welcher Form man in der Arena nochmals nach- oder aufrüstet. Buchmann rechnet mit einem Betrag «in fünfstelliger Höhe». «Fakt ist aber, dass wir bei sportlichem Erfolg in das Lizenzierungsverfahren gehen.»

Bevor sich der FCM mit Hessen Kassel, Darmstadt 98 oder der «Zweiten» von Eintracht Frankfurt beschäftigen kann, gilt es, den Regionalliga-Visionen neue Nahrung zu geben. Am besten mit einem Sieg zum Saisonauftakt in Memmelsdorf.

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