Kempten/Memmingen
Auf Anhieb Stammplatz erobert

Maximilian Knuth (20) hat so ziemlich alles richtig gemacht. Vor der Saison wechselte er vom angeschlagenen Landesliga-Absteiger FC Kempten zum Bayernligisten FC Memmingen. Beim derzeitigen Spitzenreiter hat er sich bei Trainer Esad Kahric einen Stammplatz auf der linken Außenbahn erkämpft. Beim 1:0-Sieg am vergangenen Wochenende beim TSV Großbardorf war er einer der Garanten, dass der FCM mit dem achten Sieg in neun Spielen einen vereinseigenen Rekord in der höchsten bayerischen Spielklasse aufgestellt hat. Kahric lobt: 'Er wird immer besser.' Kahric ist aber auch einer, der seine jungen Leute nicht in den Himmel hebt. 'Er hat noch Luft nach oben', sagt der. Will heißen: Der Gymnasiast aus Sonthofen ist noch nicht am Zenit seiner Leistungsfähigkeit angelangt.

Auf das Können des Oberallgäuers war auch der SSV Ulm aufmerksam geworden und holte ihn zu den A-Junioren, die in der Bundesliga spielen. In der ersten Ulmer Mannschaft schnupperte Knuth in der gleichen Saison noch Oberliga-Luft. Als es dort Probleme gab, wechselte er zum FC Kempten. 'Das war damals der einzige Verein, der bei mir angefragt hat', sagt Knuth. Der vorläufige Rest seiner Fußball-Karriere ist bekannt.

Warum sind Sie zum FC Memmingen gewechselt, und nicht zu einem anderen höherklassigen Verein?

Maximilian Knuth: Die Mannschaft spielt zwei Ligen höher als der FC Kempten. Das ist eine Herausforderung für mich. Andererseits ist Memmingen von der Entfernung her mit der Schule zu vereinbaren. Ich mache nächstes Jahr Abitur. Nach Memmingen ist es von Sonthofen aus nicht allzu weit. München oder Augsburg wäre vom Zeitaufwand her nicht gegangen.

Haben Sie noch Kontakt zum FC Kempten?

Knuth: Das Thema ist abgehakt. Ich wünsche dem Verein viel Glück. Mit den Mannschaftskameraden bin ich gut ausgekommen.

Haben Sie damit gerechnet, sich so schnell in Memmingen durchzusetzen?

Knuth: An einen Stammplatz habe ich nicht geglaubt. Ich bin erst 20. Aber ich habe in der Vorbereitung alles gegeben.

Sie spielen auf der linken Außenbahn. Ist das Ihre Stärke?

Knuth: Ja, schon. Dort spiele ich als Linksfüßler am liebsten.

Nur mit dem Tore schießen scheint es noch zu hapern. Sie hatten beim Spiel in Großbardorf eine riesen Chance, mit dem Kopf das 1:0 zu machen, haben aber vergeben

Knuth: Als der Ball kam, war ich zu überrascht, weil mein Gegenspieler vor mir den Kopf eingezogen hat. Da konnte ich keinen Druck mehr auf den Ball ausüben und er ging nicht rein.

Wie auch immer. Der FCM ist auch ohne einen Treffer von Ihnen Tabellenführer. Was ist die Stärke dieser Mannschaft?

Knuth: Der Teamgeist macht uns richtig gut. Wir können uns im Grunde nur selber schlagen.

Wie geht es mit Ihnen weiter?

Knuth: Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich habe einen Vertrag über eine Saison mit dem FC Memmingen geschlossen. Es gäbe für mich keinen Grund, danach nicht dort zu bleiben. Nach dem Abitur mache ich nächstes Jahr erst mal Zivildienst in einem Altersheim in Sonthofen als Hausmeister. Dann werde ich weitersehen, was ich studieren werde.

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