Allgäu
Träumen muss erlaubt sein

Morgens Musik, mittags Musik, abends Musik: Will man wissen, wie das Thema Nummer eins im Hause Holzmann im Ostallgäuer Ebenhofen lautet, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen. «Unser Leben ist die Musik.» Die das sagen, heißen mit Vornamen Mona und Debo. Die eine ist 17 Jahre alt, die andere 15. Die eine spielt Klavier, die andere Gitarre. Zusammen bilden die Schwestern das Duo «Sternblut», und was am Anfang eher nach lockerem Zeitvertreib aussah, hat sich zu einer ernsthaften Geschichte entwickelt. Am 16. Dezember (20 Uhr) geben sie ein Konzert in der Kultbox in Kempten.

«Wir wollen mit der ersten Single und dem ersten Album in die Charts»: Das wiederum sagt Winfried Holzmann, Vater, Organisator und Manager von Mona und Debo. Auch bei ihm vergeht kaum ein Tag, an dem er nicht mit dem Thema «Sternblut» beschäftigt ist.

Die aktuelle Woche im Zeitraffer: Zeitungs-Interview; am Tag darauf Fahrt nach München zum Bayerischen Rundfunk, wo das Duo für Bayern 4 Klassik live spielte; wieder einen Tag später Termin bei einem Radiosender in Augsburg; am Ende dieser Woche gehts dann zu einem Auftritt vor Schülern nach Braunschweig. Das hört sich nach Fulltime-Job an - und ist auch so.

«Ich wusste schon als Kindergartenkind», erinnert sich Mona, «dass ich Musikerin werden wollte.» Nun kennt man das in aller Regel so: Den Kindern schwirren wilde Ideen von einer tollen Künstlerkarriere im Kopf herum, doch aus ihren rosaroten Träumen werden sie früher gerissen, als ihnen lieb ist. Und zwar vom Vater, wahlweise auch von der Mutter, die ultimativ fordern: «Lerne gefälligst etwas Anständiges!»

Wie das im Hause Holzmann aussieht? Etwas anders. Eher die Tanten und Omas, erzählen Mona und Debo, hätten ihnen den Ratschlag gegeben, eine richtige Ausbildung zu machen. Vater und Mutter hingegen haben immer ein offenes Ohr für das «Sternblut»-Duo. Winfried Holzmann glaubt fest an die Fähigkeiten seiner Kinder. Schon sehr früh sei ihm aufgefallen, wie die kleine Mona vorm Radio saß und eine Melodie hörte, sich anschließend ans Klavier setzte und sofort nachspielte.

Er ist sich sicher, dass den Töchtern die Musik im Blut liege, und wenn ihm die Beiden auch noch vorschwärmen, welch einmaliges Gefühl es für sei, oben auf einer Bühne zu stehen, glaubt Winfried Holzmann fest an eine erfolgreiche Zukunft von «Sternblut».

Auch die Gegenwart sieht nicht schlecht aus: Das Duo hat schon viele Konzerte gegeben, einen Plattenvertrag bei Warner Music Group unterschrieben und den Song «Komm wir malen uns das Leben» für einen Telekom-Werbespot verkauft. Das Lied «Für Immer» wurde mehrmals in der ARD-Serie Marienhof gespielt. Wenn im Januar/Februar die Single («Komm wir malen uns das Leben») und das Album («Stark») auf den Markt kommen, sind Konzerte in Berlin, Hamburg, München fest ausgemacht.

Zwei Teenager erobern die Pop-Welt? «Wir wollen das, ja», sagen Mona und Debo. Und wenn man ihnen zuhört, mit welcher Begeisterung sie über ihre Songs sprechen oder darüber, wie ihnen Melodien für neue Lieder einfallen, hat man nicht das Gefühl, dass da zwei weltfremde Träumerinnen am Werk sind. Sie scheinen zu wissen, dass in der Musik nicht alles planbar ist. Sie wissen aber auch, «dass unsere Lieder vielen gefallen und sie berühren.» Alleine das, sagen sie, bestärke sie auf ihrem Weg, die Popmusik-Welt zu erobern.

Der Eintritt beim Konzert am 16. Dezember (20 Uhr) in der Kultbox in Kempten ist frei. Spenden fließen in die Aktion «Drachenkinder», die traumatisierten Kindern hilft.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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