Biessenhofen
Sonnige Aussichten für Solarzentrum Allgäu

Die Nachfrage nach regenerativer Energie hat Willi Bihler, dem Gründer des Solarzentrums Allgäu in Biessenhofen-Altdorf, trotz der Weltwirtschaftskrise einen enormen Aufstieg beschert. In seiner Firma im Ostallgäu arbeiten mittlerweile rund 100 Beschäftigte, insgesamt zählen die drei Firmen Bihlers in Altdorf, Saarbrücken und China 126 Mitarbeiter.

Bihler startete als junger Elektromeister 1985 zunächst mit einem Ein-Mann-Betrieb als Dorfelektriker in Altdorf. Aus persönlicher Überzeugung heraus verlagerte er sich Mitte der 90-er Jahre auf die Fotovoltaik. Damit setzte er aufs richtige Pferd: Als 1999 das Erneuerbare Energiengesetz den Strom aus Sonne, Wind und Wasserkraft kräftig förderte, hatte er bereits Erfahrung auf diesem Markt.

Haken für die Schneelast

Bihler begnügte sich nicht damit, nur Solarmodule zu verkaufen und zu installieren. Damit die Fotovoltaik-Anlagen dem vielen Schnee im Allgäu standhalten, entwickelte er sein eigenes Montagesystem. Seine TÜV-geprüften Haken sind für bis zu 500 Kilo Schneelast pro Quadratmeter ausgelegt. Mehr als eine Million dieser Haken wurden bereits in Altdorf produziert und vertrieben.

Das neueste Produkt aus dem hause Bihler vereint zwei Solartechniken: «Solartherm» besteht aus Siliziumzellen, die für das Solarzentrum in China gefertigt werden. In Altdorf werden sie mit speziellen Platten kombiniert, die gleichzeitig eine Kühlung oder eine Wassererwärmung ermöglichen. Solartherm läuft bereits in großen Musteranlagen in Südkorea und den USA und bietet vielseitige Einsatzmöglichkeiten, da die Module zur besseren Stromerzeugung im Sommer auch gekühlt werden können.

Direkt an der B 12

Zudem importiert und vertreibt das Solarzentrum über seine Firma «Wiosun» mit Sitz in Saarbrücken Fotovoltaikmodule, die in China produziert werden.

Um den Handel mit Modulen für eine Leistung von 2010 voraussichtlich 40 Megawatt abzuwickeln, baut Bihler derzeit eine 3200 Quadratmeter große Logistikhalle und ein Besucherzentrum an der B12 bei Altdorf. Die Entwicklungen aus dem Solarzentrum erhielten bereits einen Bundespreis und den Innovationspreis des Landkreises Ostallgäu.

Bihler hält die Förderpolitik für die regenerativen Energien für geglückt. Dadurch sei die Nutzung der Solarenergie wirtschaftlich geworden: In zwei bis drei Jahren werde Solarstrom auch ohne hohe Einspeisevergütung für Neuanschließer genauso billig produziert wie herkömmlicher Strom, zeigt sich der 50-Jährige zuversichtlich.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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