Oberstdorf
Selbstvertrauen für Olympia tanken

«Wir wollen mit einem guten Gefühl nach Kanada fliegen und uns hier in Oberstdorf den letzten Feinschliff für Olympia holen», sagt Andreas Bauer (46), Sprung-Bundestrainer der Nordischen Kombinierer über das letzte gemeinsame Training vor dem Abflug nach Vancouver. Gut eine Woche vor der Eröffnungsfeier gilt es auch, in der Erdinger Arena und den Oberstdorfer Loipen Selbstvertrauen zu tanken. Der Oberstdorfer Bauer: «Das letzte Training ist ganz entscheidend. Während der Saison kann man einen Trainingsdurchgang auch schon mal abhaken, aber jetzt muss alles stimmen. Wenn wir hier noch ein paar gute Sprünge machen, motiviert das natürlich für die Wettkämpfe in Whistler.»

Die Entscheidung für Oberstdorf fiel schnell. «Wir finden hier immer optimale Bedingungen vor», lobt Bauer. Die drei Trainingstage könnten optimal ausgeschöpft werden. Auch der Kraftraum werde genutzt, um die Muskulatur auf dem richtigen Niveau zu halten. Ebenfalls wichtig sei das Ausdauertraining in der Loipe. «Längere Trainingspausen sind fürs Langlaufen schlecht. Deshalb kriegen die Sportler auch fürs Wochenende Trainingspläne und müssen in die Loipe. Gesprungen wird hier allerdings das letzte Mal bevor es am Montag nach Vancouver geht», erklärt Bauer. Auch Tino Edelmann (24) aus Zella-Mehlis, der beim letzten Weltcup in Seefeld stürzte, konnte am Dienstag wieder vier Sprünge absolvieren. «Tino hat den Sturz zum Glück gut weggesteckt und ist wieder fit für die Spiele. Auch Björn Kircheisen (27/Johanngeorgenstadt) hat seine Erkältung auskuriert und kann wieder angreifen», so Bauer.

Neben dem allgemeinen Formaufbau werden in der Olympia-Vorbereitung individuelle Schwerpunkte gesetzt. Eric Frenzel (21/Oberwiesenthal) habe mit seinem Weltcup-Sieg in Seefeld gezeigt, dass er bereits gut drauf ist. Bei ihm seien nun Materialtests angesagt. Johannes Rydzek (SC Oberstdorf) ist als 18-Jähriger der jüngste im Team und bewies seine Topform - wie berichtet - bei der Junioren-WM in Hinterzarten. Dort trumpfte auch Teamkollege Janis Morweiser aus. «Janis hat sicher Potenzial für die A-Mannschaft», lobt Bauer.

Vorfreude bei Rydzek

Der Trainer legt auch Wert auf gute Stimmung im Team: «Jeder sollte mit Vorfreude ins Flugzeug steigen. Wir wollen auch das Flair der Spiele genießen.» Zielsetzung seien zwei Medaillen, egal welcher Farbe. Auch Johannes Rydzek freut sich auf seine ersten Olymischen Spiele: «Eine bestimmte Platzierung habe ich nicht im Kopf. Ich möchte die Zeit in Kanada genießen und freue mich, die Spiele miterleben zu können. Das einzige Ziel, das ich mir gesetzt habe, ist es beim Team-Wettbewerb dabei zu sein.»

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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