Oberstdorf
Schwerverletzte bei Großbrand

Vollständig ausgebrannt ist ein Mehrfamilienhaus im Zentrum von Oberstdorf. Zwei Bewohner erlitten schwere, ein Feuerwehrmann eine leichte Rauchgasvergiftung. Das Feuer griff auf ein Nachbarhaus über - hier brannte die Dachwohnung völlig aus. Gesamtschaden: rund 300000 Euro.

Anwohner alarmierten die Feuerwehr am Samstagmorgen gegen halb neun. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, stand der hintere Teil des Gebäudes bereits komplett in Flammen. Zwei Bewohner im Alter von 65 und 72 Jahren mussten aus dem brennenden Gebäude per Drehleiter geborgen werden. Anwohner hatten zuvor bereits versucht, das Ehepaar mit einer Leiter vom Balkon zu retten - der Versuch war aber gescheitert. Die beiden Bewohner erlitten schwere Rauchgasvergiftungen und wurden ins Krankenhaus gebracht. Eine vierköpfige Familie konnte das brennende Gebäude selbst verlassen. Ein Feuerwehrler musste mit einer leichten Rauchgasvergiftung ambulant behandelt werden.

Das Feuer griff in kürzester Zeit auf ein Nachbarhaus über - hier brannte die Dachwohnung aus. Die fünf Hausbewohner verließen das Gebäude selbst. Bei einem weiteren Haus platzten durch die Hitzeentwicklung Fenster, Jalousien verschmorten. «Die Problematik hier ist die sehr enge Bebauung», sagt David Huber, Kommandant der Oberstdorfer Feuerwehr.

«Kampf gegen Feuer dramatisch»

Einer der Nachbarn schildert: «Der Kampf Mensch gegen Feuer war dramatisch. Alle Achtung vor den Feuerwehrleuten.» Als das Feuer auf das Nachbarhaus überging, habe er gesehen, wie schnell Flammen bei so enger Bebauung übergreifen können. «Jetzt verstehe ich, weshalb strenge Brandschutzauflagen absolut nötig sind», so der Anwohner.

Zur Verstärkung rückten die Wehren aus Sonthofen, Schöllang, Tiefenbach und Langenwang an. Mit dem Einsatz von nun zwei Drehleitern und mehr als 150 Mann gelang es zwar recht schnell, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Jedoch loderten immer wieder Flammen unter dem Dach und in den Fehlböden und Rauch stieg auf. Erst als das Blechdach heruntergerissen war, konnten die Brandstellen besser bekämpft werden. Das Mehrfamilienhaus brannte laut Polizei vollständig aus. Die verbliebenen Mauern wurden gegen Mittag wegen Einsturzgefahr kontrolliert eingerissen.

Die Löscharbeiten dauerten bis etwa 16.30 Uhr, bis dahin waren die Straßen im Umfeld des Brandes gesperrt. Bis in die Nacht richtete die Feuerwehr zudem eine Brandwache ein. Die Schadenshöhe schätzt die Polizei derzeit auf etwa 300000 Euro. Die elf Personen aus den nun unbewohnbaren Wohnungen wurden bereits anderweitig untergebracht.

Brandursache bislang unklar

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Brandursache war gestern bis Redaktionsschluss noch unklar.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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