Unteregg
«Meine Malerei basiert auf Emotionen»

Das «Kulturegg» in Unteregg (Unterallgäu) ist nicht nur seine Heimat, sondern auch seine «Tankstelle», wie er sagt. Hier in dem Gebäudeensemble, zu dem die Kinder-Kunst-Akademie und eine Bühnenmalerakademie gehört, lädt der 26-jährige Künstler Maximilian Schmidbauer regelmäßig seinen kreativen Akku auf. Vor kurzem ist er aus New York zurückgekehrt. Berlin und die Biennale für junge Kunst in Moskau standen zuvor in seinem Terminkalender.

Bei seinem Vater Werner Schmidbauer hatte er eine Lehre als Bühnenmaler absolviert. Doch schnell fühlte sich Maximilian auch zur freien Kunst berufen und so zog es ihn hinaus in die Welt. Sein Standbein blieb aber die Kinder-Kunst-Akademie Kulturegg, die er mit seiner Mutter Konstanze Schmidbauer und seinem Freund Arthur Oleschniwitz führt.

<p class='tbold'>Künstlername für Amerikaner</p>

Schon während seiner Ausbildung zum Bühnenmaler kam Maximilian Schmidbauer in Kontakt mit dem bekannten US-amerikanischen Regisseur, Autor und Bühnenbildner Robert Wilson. Werner Schmidbauer arbeitet mit ihm seit 14 Jahren regelmäßig zusammen und seit einigen Jahren tut dies auch Maximilian Schmidbauer. So entstanden in Untergg Bühnenbilder für Japan und Oslo, Paris, Melbourne und New York, wie Maximilian Schmidbauer erzählt. Als Künstlername hat er Maximilian Magnus gewählt, weil «Schmidbauer» für die Amerikaner unaussprechlich scheine (Internet: (<a href='http://www.maximilianmagnus.com' class='more'>www.maximilianmagnus.com</a>).

Vor fünf Jahren hatte Wilson Maximilian Schmidbauer ins Watermill-Center nach Long Island, zwei Autostunden von New York entfernt, eingeladen. Es wurde 1992 von Wilson gegründet und dient im weitesten Sinne als Kunstlabor. 2007 und 2008 gab Schmidbauer in dem Zentrum bereits selbst Workshops in Bühnenmalerei. Regelmäßig finden dort auch Benefiz-Veranstaltungen statt, in deren Gestaltung Schmidbauer eingebunden ist.

<p class='tbold'>«Mann der Ästhetik»</p>

Im Watermill-Center lernte er auch die Tochter des namhaften Künstlers Willem de Kooning (1904 - 1997) kennen und bekam 2008 die Gelegenheit, in dessen Studio in Easthampton/New York zu arbeiten und auch auszustellen. Er hat sich dort bei Kultur-Events einen Namen als «Mann der Ästhetik» gemacht und war in den vergangenen zwei Jahren eingeladen, bei Partys mit Auftritten von Star-Sängerinnen wie Jessye Norman oder Norah Jones für die visuelle Gestaltung des Raumes und beim Gesamtkonzept mitzuwirken.

In Kontakt kam Schmidbauer dort auch mit russischen Künstlern, die ihn zu einer internationalen Biennale junger Kunst nach Moskau einluden. Malerei, Fotografie, Performances standen auf dem Programm. Schritte, um in die internationale Kunstszene zu kommen und auf sich aufmerksam zu machen.

«Kunst ist mein Leben», sagt der 26-Jährige, der sich als Ästhet bezeichnet. «Meine Malerei basiert auf meinen Emotionen. Meine Kunst ist wie ein Tagebuch». Jeder, der ein Bild von ihm habe, habe eine Seite seines Lebens. Bei manchen seiner Werke aber schaffe er es nicht, sie herzugeben.

Wohl fühlt sich Maximilian Schmidbauer aber nicht nur in der «großen Welt», sondern auch in der «kleinen», im idyllisch gelegenen Unteregg. Auf die Abenteuerferien mit Kindern der Kinder-Kunst-Akademie, die im Kulturegg ab 28. August stattfinden, freue er sich genauso wie auf New York. «Ich brauche beides». Und mit seinem Vater bildet er ab September und ab März im Kulturegg wieder Bühnenmaler aus in der «academy of scenic painting and arts» (<a href='http://www.academy-sa.com' class='more'>www.academy-sa.com</a>). «Da wären noch Plätze frei», sagt Schmidbauer.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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