Allgäu
«lch tippe auf Polen»

Nachgefragt bei Handballer Roman Polyfka (30) Am heutigen Dienstag beginnt in Österreich die Handball-Europameisterschaft. Gleich zum Auftakt treffen mit Deutschland und Polen zwei Top-Teams aufeinander. Roman Polyfka (30) ist Rückraum-Spieler beim Bayernligisten TSV Ottobeuren, in Zabrze geboren, gebürtiger Pole und lebt seit zwölf Jahren in Deutschland. In Frankfurt/Oder absolvierte er sein Studium zum Diplom-Kulturwissenschaftler. 2003 wurde Polyfka englischer Meister mit dem HC Liverpool. Dominik Prähofer hat sich im Vorfeld des heutigen EM-Gruppenspiels mit dem TSVO-Akteur unterhalten.

Herr Polyfka, wie wird Ihr Wohnzimmer heute Abend dekoriert sein? Hängt dort eine polnische oder eine deutsche Flagge?

Roman Polyfka: In meiner Jugendzeit in Polen habe ich gegen den aktuellen polnischen Nationaltorwart Slawomir Szmal gespielt. Ihm und dem polnischen Team werde ich heuten die Daumen drücken. Ich tippe auf einen Sieg für Polen mit zwei Toren Differenz.

Wie schätzen Sie die beiden Mannschaften ein?

Polyfka: Deutschland ist ein Titelanwärter. Polen hat in den letzten Jahren gezeigt, dass es auch zur europäischen Elite gehört. Das aktuelle team besteht aus einer «goldenen Generation». Ich hoffe, dass sie sich durchsetzt. Sollte Deutschland weiter kommen als Polen, werde ich den Deutschen die Daumen drücken. Aber ein Finale zwischen Beiden wäre natürlich toll. Ich bin mal optimistisch und tippe auf einen Europameister Polen.

Bei der Heim-WM 2007 wurde Deutschland nach einem Finalsieg über Polen Weltmeister

Polyfka: Ja, das Gruppenspiel haben wir Polen gegen die Deutschen gewonnen. Im wichtigsten Spiel des Turniers, also im Endspiel, siegten dann aber die Deutschen. Da haben wir noch etwas gutzumachen

Schon seit 2004 spielen Sie für den TSV Ottobeuren. Haben Sie hier auch polnische Freunde und Bekannte?

Polyfka: Ja, wir treffen uns als Gruppe alle zwei Wochen in Ottobeuren. Mein Bruder Tadeusz gehört ebenfalls dazu. (Tadeusz Polyfka ist Jugend-Koordinator beim TV Memmingen, Abteilung Handball; Anm. d. Red.)

Herr Polyfka, Polen und Deutschland stellen bzw. stellten die letzten beiden Päpste. Sie kennen beide Länder: Sind Sie ein gläubiger Mensch?

Polyfka: Das bin ich, ja. Ich gehe jede Woche in Ottobeuren in die Basilika und besuche die Heilige Messe. Der deutsche Papst Benedikt XVI. erfreut sich übrigens großer Beliebtheit in meiner polnischen Heimat.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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